Bericht: Fräulein Wunder, The Rasmus


Nach einer Irrfahrt durch das baustellenbestückte Dresden kamen zwei Freundinnen und ich leicht genervt am Alten Schlachthof in Dresden an. Wir parkten fast direkt vor dem Gebäude und waren schon verwundert, warum keiner dort war. Ein paar Schritte weg vom Auto und um die Ecke der Absperrung herum kam der große Schreck: Eine lange Schlange vor dem Gebäude zeigte uns, dass The Rasmus trotz längerem Nichts Hörens in Deutschland immer noch begehrt sind.
Sogar jüngere Fans waren mit Ihren Eltern da, um ihre Idole sehen zu können.

Wir fanden Freunde von uns etwas weiter vorn in der Schlange und reihten uns bei ihnen mit ein. Zehn Minuten später war auch schon Einlass und wir wurden teils wie Schwerverbrecher abgetastet, um auch Eintritt in die Konzerthalle zu erlangen.
Nach einigen Minuten langen Wartens, wurden die ersten schon ungeduldig und schauten gespannt auf die Bühne-andere wiederum waren kräftig am Diskutieren.
Plötzlich knallte es einmal laut und alle blicken erschrocken zur Bühne. Pia, die Drummerin von Fräulein Wunder, ließ ihr Instrument erste laute Töne hervorbringen, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Nach und nach traten Kerstin und Steffi auf die Bühne und versuchten dem Publikum etwas einzuheizen-Die Sängerin Chanty betrat die Bühne als Letzte und sang die ersten Töne. Die Leute ließen sich schon sehr mitreißen, aber der Funke wollte nicht so richtig überspringen. Die Mädels von Fräulein Wunder allerdings ließen sich nicht beirren und legten eine gute Show hin.
Nach einer guten halben Stunde schlossen sie mit der derzeitigen Sinlge "Sternenradio" ab und gaben die Bühne für die Jungs von The Rasmus frei.

Nach einer Stunde Künstlerpause ging es auch endlich los. Die Bühne war in Nebel und blaues Licht getaucht und im Hintergrund hing ein Banner von den Jungs.
Die ersten Töne zu "LivinŽ in a world without you" wurden angestimmt und die Finnen stürmten die Bühne.
Lauri erschien als Letzter, wurde aber von den teils ohrenbetäubend kreischenden Mädchen am lautesten empfangen. Viele fingen an zu hüpfen und grölten laut mit dem Sänger mit. Dieser Song war sozusagen das Grand Opening zu einem bunten Mix von Liedern aller Alben der Jungs- "No Fear" und "In my life" schlossen sich an. Später folgte "Justify" -ein weiterer Song des aktuellen Albums. Ich konnte bei einigen Fans eine leichte Gänsehaut entdecken und auch meine Mädels gingen mit der Musik mit und sahen wie gebannt nach vorn. Fast ununterbrochen blitzte es aus jeder Ecke - jeder versuchte einen möglichst guten Schnappschuss seines Lieblings zu erhaschen.

Rockiger wurde es mit "F-F-F-Falling", alles begann zu springen und zu toben. Der Funke war endlich übergesprungen. Drummer Aki legte sich voll ins Zeug und spielte um sein Leben. Pauli wirkte eher etwas wie ein Bewegungslegastheniker, während der Bassist Eero auch Vollgas gab.
Er konnte aber auch mit einem fantastischen Gesangssolo überzeugen. Lauri ließ ihm freie Hand und er zeigte, wie er als Mann auch Töne treffen kann, mit der so manche Frau ihre Probleme hätte. Spätestens jetzt hatte jeder eine Gänsehaut.

Leider ging es nun schon dem Ende entgegen und die Jungs bewegten sich wortlos von der Bühne.
Aus einer Ecke schrie es "Zugabe", aber irgendwer konnte es nicht lassen zu widersprechen: "Mann, die verstehen das nicht! WE WANT MORE". Plötzlich hallte es im ganzen Saal "We want more" und Lauri kam mit einem breiten Grinsen im Gesicht auf die Bühne zurück. "Jeah, ok -we play more-but now you have to sing for us!" mit diesen Worten forderte er auch schon ein Mädchen aus dem Publikum auf, vor zu kommen und mit ihm ein Ständchen zu singen. Wie sollte es auch anders sein-natürlich auf Finnisch-die Jungs mussten ja auch ihren Spaß haben. " Rakkaus Lauluu"-die blonde junge Dame beherrschte den Text ganz gut und drehte am Ende noch eine Ehrenrunde auf der Bühne.

Der Song "Sail Away" ließ am Ende aber ahnen, dass es nun wirklich vorbei war, für diesen Abend.
Total geschafft vom Mitsingen verließen alle die Halle und viele stürmten noch den Merchandise. Alles in allem kann man sagen, dass es ein sehr gelungenes Konzert war-obwohl die Halle nicht so voll war, wie erwartet.





Setlist:
*LivinŽin a world without you * No fear * In my life * Justify * F-F-F-Falling * Immortal * Liquid * Your forgiveness * Ghost of love * First day of my life * Not like the other girls * Ten Black Roses * Chill * Live forever * The Fight * Rakkaus Lauluu * Guilty * Sail away

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