Bericht: The StereoRomeos und The Pleasures
Es war angekündigt, dass es Punkt 21.00 Uhr losgehen sollte in der Kieler Schaubude und so war es auch. Keiner der Personen in meinem direkten Umfeld wusste überhaupt, dass es eine Vorband geben würde und noch weniger war uns klar, wer und was uns erwartete, als ein bunt gemischter Haufen (sozusagen eine Motley Crew) eingehüllt vom feinsten 80er Sleaze mit Kajal und Bandana bis hin zum 90er Grunge im Karohemd das Bühnchen betrat und noch weniger wurde bei den ersten Tönen klar, was denn unseren Ohren geboten werden sollte.
Punk, schoss mir als erstes durch den Kopf (Ramones!), aber der Gesang ist irgendwie ganz schön sleazy. Gibt es so etwas wie Sleaze Punk? Tracy Gang Pussy fallen mir spontan als erstes zu diesem Genre ein, wenn es um die Neuzeit geht, aber die Franzosenkombo gibt es bekanntlich nicht mehr. Also ja, Sleaze Punk is not dead, und hier in Form von The StereoRomeos, in einem Wort mit einem The davor, aus Kiel vertreten. Der hohe deutsche Norden hat etwas zu bieten!
Gerade mal ihr zweites Konzert spielte das Quartett und vor ihrer Show sollte man den Hut ziehen, nach Kinderschuhen sah das nicht aus, auch wenn es an der einen oder anderen Stelle unbeabsichtigt holperte. Das wird schon noch!
Das Fashiondurcheinander ist gewöhnungsbedürftig und mag deshalb in Erinnerung bleiben – möglicherweise aber auch Zuschauer abschrecken, denn irgendwann sollen schließlich auch andere Leute als der Freundeskreis erreicht werden. So oder so war die Schaubude gut gefüllt und vor der Bühne eine gute Stimmung, was sich auf die Band widerspiegelte und trotz mangelnder Bewegungsfreiheit auf dem Podest eine energiegeladene Show ermöglichte.
Im Februar sollen Demosongs aufgenommen werden, die mir hoffentlich zukommen. Ansonsten kann ich nur anraten, sich diese Band anzusehen, wenn sie ihr nächstes Konzert spielen. Das macht schon Spaß!
Setlist
Stereoromeo | Apocaliptikk | Gone | All Of Me | Tikkin’ Away | Tears &Gasoline | Fuck Off! | Drum Solo | 7” | Spotlight | Stereoromeo
Stereoromeo | Apocaliptikk | Gone | All Of Me | Tikkin’ Away | Tears &Gasoline | Fuck Off! | Drum Solo | 7” | Spotlight | Stereoromeo
The Pleasures - oh je, soll ich wirklich über den Hamburger Fünfer schreiben? Ich habe das Gefühl, das schon an die 100 Male getan zu haben, tatsächlich waren es wohl nur Fünf, aber das zehnfache an Konzerten, die ich besuchte.Nun verhält es sich aber so, dass mein letztes The Pleasures Konzert die Releaseparty zum „Oh Yeah Revolution“ Album war, damals im Herbst Anno Dazumal im Hamburger Molotow. Danach hatte ich das dringende Bedürfnis nach einer glitterfreien Zeit.
Nun verschlug es die Herren nach Kiel und da fällt eine „Ausrede“ zum Nichterscheinen schon schwer, nicht dass ich für 'keine Zeit' Ausreden bräuchte, das ist ein Fakt.
Nun also glitterten und glammten die „verrückten“ Hamburger eine gute Stunde und zum allerersten Mal in Kiel von „Freude Schöner Götterfunken“ als Intro zu „I Fist A Girl“ als Outro, dessen Original ich tatsächlich erst im Refrain erkannte und mir kurzzeitig durch den Kopf schoss, dass die Welt langsam keine Gagacover mehr braucht. Mein Fehler, ist ja die Perry, ich bitte meine fünfsekündige Unkenntnis zu verzeihen.
In diesem Sinne ist für mich alles gesagt. Tja, keine Review, wohl eher blogwürdig, aber so ist das manchmal im Leben.
Setlist
Billion Friends | When You’re Dead | Wanderlust | Break The Walls | Sweet Transvestite | Some Like It Rock | Mean Men Machine | Dead But Still Alive | Voyeur | Skullhammer | Shake Life | Juicy Jacuzzi | Freedom
Honeymoon In Venice | I Fist A Girl
Billion Friends | When You’re Dead | Wanderlust | Break The Walls | Sweet Transvestite | Some Like It Rock | Mean Men Machine | Dead But Still Alive | Voyeur | Skullhammer | Shake Life | Juicy Jacuzzi | Freedom
Honeymoon In Venice | I Fist A Girl
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