Bericht: Jigsaw, Five Finger Death Punch
Die fünf Kalifornier von Five Finger Death Punch machten sich auf zu ihrer ersten Europa Tour. Nach Dänemark, Schweden und Finnland fanden sie sich auch in Deutschland, und zwar am 20. Februar 2009 im Berliner Magnet Club, ein.
Support waren die Berliner Jungs von Jigsaw, die zwar mit größter Mühe versuchten Stimmung aufzubringen, aber am zurückhaltenden Publikum zum Scheitern verurteilt waren. Rein äußerlich erinnern mich die Jungs zuerst an eine Schülerband, die allerdings musikalisch doch überrascht. Sie selbst beschreiben ihren Musik Stil als 'modern heavy metal music', was man auch getrost so stehen lassen kann. Leider überzeugten sie auf der Bühne nicht wirklich und ich finde sie auf ihrem Debüt Album 'again' um Längen besser als an diesem Abend.
Vielleicht sollte man ihnen aber zu Gute halten, dass der Magnet Club zu diesem Zeitpunkt noch fast leer war und auch die eigenen Instrumente saitenreißend Widerstand leisteten.
Setlist
Idle kills | Like an echo | Sunshine | Evelyne | The new path
Fall in love | Holy sin | Golden life
Idle kills | Like an echo | Sunshine | Evelyne | The new path
Fall in love | Holy sin | Golden life
Kaum hatte die Umbaupause begonnen, fanden plötzlich die Menschen den Weg in den Club und bis zum Beginn des Intros war es gerammelt voll. Die Leuten kamen sogar extra aus dem Umkreis angereist um Five Finger Death Punch endlich live zu sehen.
In neuer Besetzung mit Jason Hook an der Gitarre und ihrem Album 'the way of the fist' im Gepäck, legten die Jungs lautstark und schnell mit 'Ashes' los und im Publikum gab es kein Halten mehr. Hatte man vorher nicht unbedingt mehr Platz zum Stehen gehabt, gab es nun in der Mitte des Clubs einen Moshpit der aller feinsten Sorte. Restlos alle Hemmungen wurden dann bei 'the way of the fist' abgebaut, über Bewegungsmangel konnte man sich nicht beschweren. Als ob noch nicht alle bemerkt hatten, dass man sich nicht auf einem Kinder Geburtstagstag befand, rief Sänger Ivan Moody zu 'Never enough' noch kurz zu einer Wall of death auf. Trotz Verständigungsschwierigkeiten zwischen Ivan und der Menge hatte die Band das Haus jedoch fest im Griff.Unnötiges Bühnenequipment, sowie das übliche Bandbanner hatte man sich glücklicher Weise gleich geschenkt, so dass sich die Fünf auf der kleinen Bühnen wenigstens etwas bewegen konnten.
Die Band gab auf jeden Fall alles um den Abend für die Fans unvergesslich zu machen. Besonders Bassist Matt Snell sorgte mit diversen Einlagen immer wieder für Aufsehen. Dank merkwürdiger Beleuchtung wurde wenigstens der Band ermöglicht die Fans deutlich zu sehen und sie mit ins Geschehen einzubeziehen oder gleich ganz auf die Bühne zu holen. Leider gingen durch diese Art der Beleuchtung Jason Hook und Schlagzeuger Jeremy Spencer im Schatten fast gänzlich unter.
Nach der obligatorischen Pause gab die Band dann noch ihre erste Veröffentlichung 'The bleeding' als Zugabe zum Besten.
Mit der Mischung aus zum Teil tief melodischen Passagen, dann aber auch wieder schnellen Hardcore riffs haben die Jungs um 'Gründungsvater' Zoltan Bathory bewiesen das sie in den USA zu recht auf großen Bühnen spielen dürfen.
Setlist
Ashes | Salvation | The way of the fist | Devils own | Stranger than fiction
Knuckles | Never enough | Meet the monster | The bleeding
Ashes | Salvation | The way of the fist | Devils own | Stranger than fiction
Knuckles | Never enough | Meet the monster | The bleeding
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