Interview mit Petri Spak von Schmorf
Wir fühlen uns immer geehrt, wenn Bands auf uns aufmerksam werden und an unserer Hilfe in Sachen Promotion interessiert sind. So auch vor ein paar Tagen, als eine E-Mail von Petri Spak, Drummer der in Kokkola ansässigen Progressive Metal Band Schmorf hereinflatterte. Ich hörte schnell in die Songs bei Myspace herein, las die ausführliche Bandbiographie und war sofort begeistert. Die Jungs müssen auf jeden Fall ein bisschen bekannter werden.Und hier haben wir sie nun für euch im Interview.
TrashAndRiot: Hallo Petri, da wir in den letzten Tagen schon ausgiebig miteinander kommuniziert haben, habe ich schon einen kleinen Einblick darin bekommen können, was es heißt in "Schmorf" zu spielen.
Aber da sind einige Leute da draußen, die nur darauf warten mehr Informationen über euch zu erhalten.
Würdest du also deine Band und die Mitglieder vorstellen und uns ein bisschen was über euch erzählen?
Petri: Danke das du dieses Interview mit uns machst, es ist uns eine Ehre.
Hier ist das Lineup:
Annti Oinonen - Gesang
Joonas Kivimäki - Lead Gitarre
Janne Kerola - Rhythmus Gitarre
Jimmy Homicide - Bass
Petri Spak - Schlagzeug
Die Band Schmorf ist dabei, das Music Business aufzurühren. Lass es und bildlich betrachten: Es ist viel zu berechenbar geworden und da mir kein besseres Wort einfällt - sicher.
Die Definition für Mainstream wird jeden Tag schmalspuriger. Darum existieren wir. Es sollte am besten gar keine Mainstreammusik mehr geben, kein Kategorisieren im "Radio" (lies "langweilig"); Alternative oder irgendwas Ähnliches.
Wir versuchen ein paar Brocken in eure Suppe zu schmeißen, das ist es.
Die Bandmitglieder sind alle auf ihre eigene Art und Weise geistig behindert und langweilige Momente sind wirklich sehr selten.
Antti ist unser Sänger und komponiert die meisten unserer Songs. Er ist konstant dabei uns zu amüsieren, wenn wir unterwegs sind oder Einen trinken gehen.
Joonas ist eigentlich die Stimme unserer Band. Er ist nicht nur Gitarrist sondern auch Komponist, Aufnahmeleiter, Postproduzent usw. Er lässt all unsere schlechten Witze wieder aufleben und presst selbst die letzten Lacher aus uns heraus.
Janne ist der Partyexperte. Es in der Vergangenheit gab noch kein Konzert, bei dem er nicht aus dem Gefängnis der Kleidung ausgebrochen ist und dabei gefilmt wurde, wie er irgendetwas Illegales oder Peinliches machte.
Jimmy, unser Bassist, ist schwer zu beschreiben. Wenn alles still ist, sagt er auf einmal irgendwas ohne Zusammenhand oder Sinn. Er ist groß und stark wie ein Bär, würde aber keiner Fliege etwas zu Leide tun.
Und dann ist da noch der kleine Petri und ich spiele die Drums.
TrashAndRiot: Wann und warum habt ihr die Band gegründet und wie lang habt ihr euch vorher schon gekannt?
Petri: Schmorf hat seine ersten Formen 2006 angenommen und nach vielen schlechten Ideen kam die Schlechteste: unsere Band mit einer Abkürzung zu benennen, ohne daran zu denken woher sie überhaupt kommen könnte. Wir spielten Songs von System of a Down, Yup und ein paar anderen und die Kollegen hatten alle eins gemeinsam: Einen wirklichen verwirrenden Sinn von Humor.
Wir sind wahrscheinlich anders, weil wir uns alle vorher überhaupt nicht kannten. Die Bandbesetzung hat sich in der ersten Zeit sehr verändert, aber stabilisierte sich bald in den jetzigen fünf Bandmitgliedern.
TrashAndRiot: Wann hast du angefangen Schlagzeug zu spielen?
Petri: Das war im zarten Alter von 13 Jahren, angespornt von meinem damaligen Musiklehrer. Damals habe ich auch mein erstes Schlagzeug bekommen und fast gleichzeitig bin ich in beide Musikschulen hier in Kokkola gegangen. Mein Musiklehrer hat mich immer geschimpft, von wegen "Du spielst zu hart und zu viel". Ok, sein Wunsch hat sich erfüllt und wird bis heute auch so ausgeführt.
TrashAndRiot: Spielst du auch irgendwelche anderen Instrumente?
Petri: Nicht wirklich, ein paar kleine Akkorde auf dem Klavier und der Gitarre, nur um ein bisschen zu komponieren. Aber meine Singstimme ist sehr umfangreich und schön, aber irgendwie klingt sie komisch und bekommt keine Beachtung mehr, sobald sie in Kontakt mit Sauerstoff kommt.
TrashAndRiot: Haben dich deine Familie und deine Freunde dabei unterstützt Musiker zu werden und wie stehen sie heute dazu?
Petri: Jeder liebt doch einen hippen Musiker. In meinem Fall kann ich sagen, dass jeder der mich kennt, weiß, dass es mir wirklich egal ist und dass ich gar nicht darauf reagiere, wenn jemand versucht mich herunterzuziehen. Also denke ich, sie haben nicht mal darüber nachgedacht es zu versuchen. Heute sind all die Leute, die mich schon vor der Band kannten, sehr interessiert an Schmorf, seit sie begriffen haben, dass die Dinge richtig ins Rollen kamen.
TrashAndRiot: Denk mal daran, für einen Tag die Rollen in der Band zu tauschen. Welches Bandmitglied würde den Platz des anderen einnehmen?
Petri: Janne würde wahrscheinlich Drums spielen, Joonas würde singen, Jimmy würde die Lead Gitarre nehmen, Ich die Rhythmus Gitarre und Antti wäre am Bass. Während ein paar Konzerten haben wir das tatsächlich schon getan und haben einen nie geprobten Grind Core Songs gespielt, für ca. 1 Sekunde. Anderseits würde ich sagen, die Rollen in der Band sind sehr konstant, Rollentauschen wäre also sehr schwierig, aber warum sollten wir es nicht mal versuchen, nur mal für den richtig guten Spaß?
TrashAndRiot: Kannst du dich an den ersten Song erinnern, den du jemals geschrieben hast? Wenn ja, um was ging es in dem Song?
Petri: Ich habe vor langer Zeit ein ganzes Paket an Songs geschrieben, aber der erste Song von Schmorf war "Set Me Free". Wir haben den Song niemals aufgenommen und werden es auch niemals. Das war bevor Antti in die Band kam. Als er zu uns stieß, haben wir begriffen, dass er nicht nur einfach richtig kranke Texte schreiben konnte, sondern das er hyperproduktiv ist. Wir haben 200 qualitative Songs, die wir aufnehmen könnten, selbst wenn er nie wieder einen Song schreiben würde.
TrashAndRiot: Ich finde eure Musik wirklich sehr individuell, euer Stil ist anders zu vielen anderen Finnischen Metal Bands. Warum habt ihr euch gerade für diese Art von Musik entschieden, was waren eure Einflüsse und wo habt ihr eure Inspiration herbekommen?
Petri: Die einzige Beschränkung, die wir haben, wenn wir neue Songs schreiben, ist ein bisschen anders zu anderen Bands jeder Art. Wir tun es auf eine Horrorfilm Art und mit einer großen Prise Humor darin. Allerdings ist das Material nicht ernst zu nehmen, aber das live Spielen und Performen wird so weit wie möglich herauspoliert.
Die Arrangements haben sich wegen so etwas wie "Der Song ist zu normal" oder "Der Songs ist zu verdreht" nie geändert. Die geschriebenen Parts kommen ganz natürlich. Ein Song kann alle möglichen Elemente von jeder Art von Musik enthalten, aber der unterstreichende Stil ist Metal - wegen seinen unendlichen Möglichkeiten und der Offenheit.
Die Einflüsse und Inspiration ist immer um uns herum und wird angeheizt vom "Produkt" Mentalität der Musik Business. Es ist auf alles fokussiert, nur nicht auf die tatsächliche Musik. Wir sind hier, weil wir ihnen ein paar Keile zwischen die Räder schmeißen wollen und um die Augen der Hörer zu öffnen.
TrashAndRiot: Wer war das Idol deiner Kindheit?
Petri: Ich kann mich nicht an irgendeine bestimmte Person erinnern, aber ich hatte immer meine Augen offen und saugte jede Art von Inspiration ein, von überall her. Klar sind da eine Menge tolle Schlagzeuger und fantastische Songwriter und charismatische Live Performer, aber ich will diese in der Art und Weise ehren, dass ich etwas auf meine ganze eigene Art und Weise kreiere und versuche die Band im Ganzen zu perfektionieren.
Ich habe immer gedacht, die beste Art zu üben ist, wenn die ganze Band so viel wie möglich zusammen spielt, auch im Hinblick darauf, dass wir eben die besten an unseren Instrumenten sind. Die Band ist am Ende dein ultimatives Instrument.
TrashAndRiot: Wolltest du immer Musiker werden? Wann hast du das erste Mal den Kontakt zur Musik bekommen?
Petri: Als ich damit anfing, war ich sicher ‚das ist es'. Ich war es irgendwie gewohnt Entscheidungen mit meinen Ohren zu treffen, da ich schon im Alter von 3 Jahren Musik hörte und nicht nur das, was meine Eltern gehört haben oder das was im Radio lief. Ich hab damals schon so simplen Thrash geschrieben. All die Bands, in denen ich damals war, sind nacheinander verschwunden. So hörte das mit dem Spielen irgendwie wieder auf.
Nachdem ich herumgezogen bin, studierte waren und vom Schicksal hin und her geschmissen wurde, machte es im Sommer 2006 auf einmal Klick, und hier sind wir.
TrashAndRiot: Seid ihr alle involviert, wenn ihr neue Songs schreibt?
Petri: Den Hauptteil der Arbeit, Riffs und die grundlegende Struktur, macht hauptsächlich unser Komponist Antti und dann erst hört jeder von uns den Song zum ersten Mal. Die Gesangsparts sind selten schon an diesem Punkt geschrieben. Ich schreibe die meisten der Texte und komponiere normalerweise die Gesangsmelodie dazu. Das bringt häufig ein paar Veränderungen in der Struktur des Songs mit sich. Bis zu diesem Punkt wird erst einmal alles im Midi Format mit dem Computer erledigt. Danach wird der Song zusammen gespielt und jeder von uns bringt seinen Teil mit ein. Eigene Arrangements mit den eigenen Instrumenten für den ganzen Song. Und Voilá - wir haben einen neuen Schmorf Song fertig.
TrashAndRiot: Hat jeder von euch noch einen regulären Job?
Petri: Ja, wir arbeiten alle, studieren oder sind in der Armee, das heißt wir arbeiten in Doppelschicht, Multitasking. Aber die Arbeit, die wir in die Arbeit stecken, kommt einem Vollzeitjob fast gleich.
Erzähl uns etwas über eure Konzert Erfahrungen.
TrashAndRiot: Wann hatte ihr euer erstes Konzert und wo fand es statt?Petri: Der erste Schmorf Gig war am 6.7.2007 im English Pub von Kokkola. Ich kann mich noch genau an den Bammel erinnern, den wir vor dem Konzert hatten. Jeder, der selbst Musiker ist, würde sagen: das ist der prägendste Moment im Leben eines Musikers, das erste Mal live zu spielen. Wir waren immer Workaholics wenn wir probten, so lief unser erster Auftritt einfach super.
TrashAndRiot: Wie viele Konzerte habt ihr bisher in etwa gespielt?
Petri: Es waren etwa 20. Da waren Pub Auftritte, Open Air Sachen oder auch Multi Band Konzerte und alles dazwischen. Wir sind in einer guten Verfassung um "On the Road" zu sein, unsere grundmusikalischen Dinge sind im professionellen Sinne sehr ausgereift, aber da sind immer noch Dinge, die wir noch lernen können und Erfahrungen die gemacht werden müssen.
TrashAndRiot: Habt ihr auch schon auf Festivals gespielt, da sind den ganzen Sommer lang nämlich eine Menge in Finnland, wie wir wissen.
Petri: Ein paar kleinere, ja. Das ist immer ein netter Wechsel den Sommerwind im Gesicht zu haben, wenn wir spielen. Als Gegensatz zum Geruch von Bier und Schweiß bei einem Indoorkonzert. Bar Konzerte sind schön, weil sie sehr intim sind. Aber ich bevorzuge die Open Air Konzerte. Das ist einfach mehr Raum sich selber zu präsentieren, musikalisch und auch auf andere Arten. Und wir tendieren dazu, jedes Mal mit unserer Bühnenshow über Bord zu gehen, wenn es möglich ist.
TrashAndRiot: Habt ihr ein bestimmtes Konzept, wenn ihr auf die Bühne geht oder ist es mehr das Beste aus allem heraus zu holen und zu improvisieren?
Petri: Oh Gott… Wir haben eine männliche Sex Puppe auf der Bühne, einen großen aufblasbaren Wal, Kostüme, Fahrradhelme, Masken und noch eine Menge anderes Zeug.
Zum neuen Album wird das Thema Puzzles und Doktoren sein. Maverick - unser Maskottchen die Sex Puppe, wird wie erwartet ein triumphales Comeback auf unseren Sommerkonzerten feiern. Und wir haben schon eine Menge anderer Sachen für die Konzerte in der Zwischenzeit geplant.
[Anm. Er meint das ernst ;)]
TrashAndRiot: Wie ist die Reaktion des Publikums, wenn ihr auf der Bühne seid?
Da ich schon einige Konzerte in Finnland gesehen habe, kann ich sagen, dass das finnische Publikum ganz anders ist als die Deutschen. Sogar bei Konzerten von richtig großen Bands habe ich die Leute einen Meter von der Bühne weg stehen sehen und das Publikum bewegt sich auch kaum.
Was denkst du über meine Erfahrung mit dem finnischen Publikum?
Petri: Du hast wahrscheinlich Recht. Wir sind sehr reserviert, keine Frage, aber das Gute daran ist, das man genau weiß, was funktioniert und was nicht. Und wenn einer mit dem Kopf anfängt zu nicken oder -Gott bewahre - sogar mosht, dann hast du einen Freund fürs Leben.
Auf der Bühne versuchen wir diese Linie zwischen Band und Publikum zu überschreiten und interagieren mit der Menge auf verschiedene Weise.
Wir versuchen die Show so angenehm und unvergesslich wie möglich zu machen, experimentieren mit visuellen Aspekten, wie zum Beispiel UV-Licht, Kostüme und allem, was vorstellbar ist.
TrashAndRiot: Denkst du es ist anders ein Musiker in Finnland zu sein? Eure Musikszene ist so riesig und besonders Bands, welche wir hier "Underground" nennen würden, werden relativ schnell berühmt bei euch. Jedes Jahr ist da eine andere Band die den großen Sprung heraus aus Finnland schafft.
Warum denkst du ist das so?
Petri: Die Blase platzte in den Achtzigern mit Hanoi Rocks, Havanna Black, Zero Nine und so weiter. Aber es war immer nur eine Frage der Zeit, wann Bands aus Finnland den Sprung nach Europa und den Rest der Welt machten. Und ich denke, unsere Szene ist groß, weil du dir einfach nicht das Ausmaß der Bands vorstellen kannst, die gerade ausgebrütet werden. Davon hast du bisher noch nichts gesehen!
Ich würde sagen, der springende Punkt ist der Unterschied, wie diese Bands gemanagt werden. "The Big World" vs. "Finnland". Unser Land und der Markt ist so klein, das es unmöglich ist einen Manager zu finden, der das Geld wert wäre. Aber da wir nun eine Formel entwickelt haben, um Dinge außerhalb unseres Landes zu machen wissen wir "Der Himmel ist das Limit".
TrashAndRiot: Wo war der beste Ort and dem ihr jemals gespielt habt und welcher der Schlechteste ?
Petri: Der beste Gig war hier in Kokkola, ein Projekt in das noch ein paar andere Bands involviert waren, genannt " The Good, The Bad and The Ugly". Schmorf waren, Überraschung, "The Ugly" www.thegoodbadugly.net. Wir werden eine Tour mit diesem Konzept in ganz Finnland machen. Dieses Konzert war mit dem besten Equipment ausgestattet und einer Riesen Show und hat wie erwartet die Leute köstlich amüsiert.
Der Schlechteste war wahrscheinlich der an einem kleinen Pub namens "Kannus", wo wir von der Bühne gefahren wurden! Die Anwohner wurden unruhig und mochten uns offensichtlich auch nicht wirklich. Aber wir bekamen unsere Rache, aus Respekt möchte ich hier nicht näher darauf eingehen … Lass uns einfach nur sagen es beinhaltete Körperflüssigkeiten …
TrashAndRiot: Was ist das Schlimmste was euch auf der Bühne passieren könnte? Schon irgendwelche Erfahrungen derart gemacht?
Petri: Bis auf diesen einen Vorfall, hatten wir bisher Glück, wenn es um schlechte Erfahrungen auf der Bühne geht. Normalerweise sind unerwartete Situationen meistens positiv oder wir können sie irgendwie positiv machen. Das ist unglaublich, wenn ich an die Dinge denke, die wir schon gesagt und getan haben. Wir sind nicht wirklich eine politisch korrekte Band und unsere Musik ist auch nicht so einfach.
TrashAndRiot: Ich weiß, dass ihr gestern auf einem Band Contest gespielt habt. Ihr als Band habt nicht gewonnen, aber einer von euch bekam einen speziellen Preis. Was war das genau?
Petri: Ja, der Gig war perfekt um den Rost aus unseren Schrauben zu bekommen um uns auf den Sommer vorzubereiten. Auf dieser Show hat unser Sänger Antti den "Bester Vokalist Preis" bekommen. Das war eine echt nette Geste und er hat es auch verdient. Hör dir nur mal unsere neuesten Aufnahmen an und versuche seine Gazillionen verschiedener Gesangsnuancen herauszuhören. Eine der besten Verbesserungen von Schmorf auf diesem Album.
TrashAndRiot: Ich wette der Wunsch jeder Band ist es, einen dicken Plattendeal zu bekommen und in ausverkauften Hallen zu spielen. Ist das auch etwas, von dem ihr träumt? Was ist euer großes Ziel?
Petri: Der Grund für einen Plattendeal ist degressiv, wie wir schon sagten, aber sie sind immer noch im Bereich Marketing professionell. Musik zu produzieren ist heutzutage billig und leicht zugänglich, aber ein Label ist notwendig um weiter voran zu kommen. Auch wenn es nur ein Vorzug ist um in den engeren Kreis zu kommen. In kurz, ja diese zwei Dinge sind zwei kleine Ziele von uns auf dem Weg, die wir versuchen zu realisieren.
Da ist -Mainstreammusik neu erfinden und den Leuten klar zu machen, dass die Grundform, bekannt als Musik, weniger langweilig ist als sie eigentlich erscheint. Es gibt immer Ansprüche an etwas aufregendes Neues, aber die Maschinerie versucht das zu verhindern. Wir sind hier um die Maschine zu zerstören!
TrashAndRiot: Wenn du dir zwei Bands aussuchen könntest, die morgen mit dir zusammen in der Hartwall Areena in Helsinki spielen, welche würdest du wählen?
Petri: Schwierige Frage! Ich denke ich würde zwei finnische Bands nehmen, auch wenn ich die Möglichkeit hätte, jede erdenkliche Band auszuwählen. Es wären Waltari für ihre Vielseitigkeit und ihren Groove und die späten Kyyria für ihre robuste Liveenergie. Die beste Liveband, die es jemals gab.
TrashAndRiot: Was sind eure Pläne für dieses Jahr? Stehen noch ganz besondere Dinge an?
Petri: Da sind so viele Dinge auf unserer To-Do Liste, das kannst du dir nicht vorstellen! Das Album war nur der Anfang eines sehr beschäftigten Jahres. Die nächste Linie sind zwei große Möglichkeiten, die sich während der Vorproduktion zum Album ergaben und das sind weitere Aufnahmen. Wir haben das Glück, ein Splitalbum mit unserer Lieblingsband zu machen!
Wir werden außerdem einen "Sommerhit" veröffentlichen, eine Onlinesingle, mit dem Feature einer finnischen Berühmtheit! Um Namen zu erfahren musst du dir unsere Webseite einmal ganz genau anschauen [Anm.: Mittlerweile habe ich den Song schon gehört, aber vielleicht findet ihr ja heraus um wen es sich handelt].
In ein paar Wochen wird die "Downtown Metal Compilation" in Amerika veröffentlicht, auf der wir mit unserem Song "Paranoid" vom neuen Album vertreten sind. Eine Menge Promotionzeug läuft gerade an und den ganzen Sommer werden wir auf Tour verbringen. Im Herbst werden wir tolle Sachen mit "The Good, The Bad and The Ugly" sehen! Es gab eine Anfrage, das Konzept etwas zu vergrößern und jetzt haben wir ein noch größeres Team, das daran arbeitet. Unser Zeitplan ist wirklich sehr eng.
TrashAndRiot: Plant ihr Konzerte außerhalb Finnlands oder ist das etwas, was noch in der Zukunft liegt?
Petri: Das steht nicht ganz außer Frage. Wenn wir uns vorbereiten können und die Umstände stimmen, dann sind wir im Spiel.
TrashAndRiot: Wo siehst du dich selbst in 25 Jahren?
Petri: Ich würde eine Auszeit von dieser Art Lifestyle nehmen. Wenn nicht, könnte ich mir auch vorstellen Manager für Bands zu werden oder Konzerte zu veranstalten. Klar, da würden natürlich auch Schmorf Gigs anstehen. Das Musikbusiness wird uns nicht so schnell wieder los.
TrashAndRiot: Was würdest du tun, wenn du dir morgen beide Hände brichst und nie wieder Schlagzeug spielen könntest?
Petri: Ich würde für ca. 10 Minuten in tiefe Verzweiflung verfallen, einen neuen Drummer für Schmorf finden und mein Leben weiter bestreiten, stärker als je zuvor.
TrashAndRiot: Und wie in jedem Interview, das ich bisher gemacht habe, würde ich gerne auch von dir die berühmten letzten Worte hören!
Petri: Schaltet die Radios aus und eure Gehirne an und findet die Musik, die ihr liebt. Das Ende der Welt könnte schon morgen sein, also lebt, bereut nichts, findet alles heraus was ihr wollt und vergesst niemals - Dummheit ist Intelligenz!
TrashAndRiot: Danke vielmals Petri für dieses nette Interview und viel Glück mit allem was ihr noch vorhabt!
Petri: Es war mir ein Vergnügen. Riesigen Dank für diese Möglichkeit! Cheers.
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