William Fitzsimmons - The Sparrow And The Crow


After Afterall
I dont feel it anymore (Song of the Sparrow)
We feel alone
If you would come back Home
Please forgive me (Song of the Crow)
Further from You
Just not each other
Even now
You still hurt me
They´ll never take the Good Years
Find me to forgive
Goodmorning

Eigentlich ist William Fitzsimmons weder Trash noch Riot. Der Musiker mit dem Rauschebart, der aus Pittsburgh in Pennsylvania stammt, ist einer der absoluten Ausnahmekünstler dieser Zeit. Seine Musik ist nicht laut und auch nicht von knallenden Bässen durchzogen, seine Musik ist einfach vollkommen anders, William Fitzsimmons ist anders.

Genau aus diesem Grund stelle ich euch heute sein neues Album "The Sparrow and the Crow" vor, welches am 23.10.2009 erschienen ist.
Produzierte er seine ersten beiden Alben "Until we are Ghosts" und "Goodnight" noch in eigener Regie, so ist dieses Album diesmal in den Galt Line Studios Los Angeles entstanden und von Marshall Altman produziert worden.

Erstmals bin ich auf Mr. Fitzsimmons durch Zufall gestoßen, als ich auf Myspace einfach ins Blaue nach Musikern der Genres Acoustic und Ambient suchte. Der Erste, der erschien war er, ich hörte das erste Mal seine Musik und schon nach ein paar Tönen seiner unglaublich sanften Stimme, den zarten Acoustic Gitarren fühlte ich mich wie in Watte gepackt und völlig zufrieden. Genau das ist es, was seine Musik auslöst, nicht nur bei mir, sondern auch bei anderen, die seine Musik gehört haben und mir ein Feedback gaben.
William wurde als Kind blinder Eltern geboren. Von klein auf befanden sich im Haus seiner Eltern die verschiedensten Instrumente, und Eltern so wie der junge Fitzsimmons versuchten durch Musik auszudrücken, was den sehenden Augen verborgen verblieb.
Als er älter wurde, nahm er sich eine Auszeit, arbeitete mit geistig und psyschich behinderten Menschen und lies sich zum Psychotherapeuten ausbilden. Diesen Beruf übt er neben dem Musizieren auch heute noch aus.

In "The Sparrow and the Crow" geht es wie auf dem Vorgänger Album um das Ende einer Beziehung und Scheidung; doch diesmal nicht um die Scheidung seiner Eltern sondern seine eigene. Könnte langweilig werden denkt man sich so, aber jeder, der sich nicht in die Stimmung seiner Musik versetzen kann, der wird sie auch als langweilig empfinden. Zum bloßen nebenbei Hören ist "The Sparrow and the Crow" nicht gedacht, man könnte das Gefühl bekommen, es hört sich alles irgendwie gleich an. Tatsächlich ist es aber so, dass die 12 verschiedenen Songs am Ende zu einem Ganzen werden und alles letztendlich Sinn ergibt. Man fühlt Energie, Melancholie, Hoffnungslosigkeit, Freude.
Eigenartig was manche Musik in einem auslösen kann wenn sie das innerste der Seele anrührt und man sich völlig darin verlieren kann um wenig später erleichtert wieder aus dem Pool der verschiedensten Gefühle aufzutauchen.
Die einzelnen Songs werden hauptsächlich von Acoustic Gitarren und Fitzsimmons Stimme getragen, sanfte Beats mischen sich bei, Piano Passagen, Mandoline, Melodica, Banjo und auch die Stimme weiblicher Wesen mag man vernehmen, diese gehören zu Priscilla Ahn und Caitlin Crosby.
Trotz aller Traurigkeit, erzählt Fitzsimmons auf ganz eigene zärtliche Weise von Dingen, die zu Ende gehen, vom Schmerz und den Höhen und Tiefen, die das Ganze mit sich bringt und trotzdem reißt es einem nicht das Herz entzwei, fühlt man sich doch eher so, als würde da jemand anderes aussprechen, was man selber vielleicht schon viel zu oft erfahren hat.
The Sparrow and the Crow ist genau wie der Vorgänger "Goodnight" ein wunderschönes Stück Musik, vielleicht noch einen Ticken besser. Songs für die Ewigkeit, die einen nie wieder loslassen.

In wenigen Tagen werde ich William Fitzsimmons auf einem seiner Deutschlandkonzerte zu einem persönlichen Gespräch treffen und bin schon gespannt, was er mir aus eigener Sicht über seinen neuen Langspieler erzählen wird.
Ich jedenfalls verbleibe mit der vollen Punktzahl für 12 fantastische und einmalige Songs und möchte den Träumern unter euch "The Sparrow and the Crow" wärmstens ans Herz legen.

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