Whiplash - Unborn Again


1. Swallow The Slaughter
2. Snuff
3. Firewater
4. Float Face Down
5. Fight Or Flight
6. Pitbulls In The Playground
7. Parade On Two Legs
8. Hook In Mouth
9. I've Got The Fire
10. Feeding Frenzy

"Unborn Again" ist das siebte Studioalbum der Amerikaner von Whiplash und der Name ist Programm. Ursprünglich gründeten sie sich im Jahre 1984, lösten sich nach fünf Jahren auf, nur um sich 1996 für zwei weitere Alben erneut zu vereinen - wenn auch in teilweise anderem Line Up und nur, um sich 1998 wieder zu trennen. 2008 gründeten sie sich im 96er Line Up neu, nachdem Ursprungsbassist Tony Bono 2002 an einem Herzinfakt verstarb.
Aufgrund ihrer langjährigen Historie könnte man Whiplash einerseits als Thrashmetal Legenden bezeichnen, andererseits strotz "Unborn Again" mit Vielseitigkeit und einer Mixtur diverser Musikstile, dass man hier nicht einfach von "Thrash" reden kann.
Der Silberling beginnt mit kirmistypsichen Melodien, Stimmgemurmel und vergnügtem Kreischen - welches einem Bilder von Kindern in einer Achterbahn vor Augen führt und somit einen Bezug zum Coverartwork herstellt.
Whiplash vereinen auf ihrem aktuellen Werk Old School Thrash mit punkig, glammig, sleazigen Elementen jener zurückliegender Tage und orientalischen Klängen. Tony Portaros Stimme erinnert zeitweilig an den wohl doch bekannteren Brian Johnson (AC/DC), wenn denn ein solcher Vergleich unter "Legenden" gestattet sein mag.
Insgesamt scheint "Unborn Again" nach einem Stil zu suchen, der Whiplash einzigartig macht und neu -oder eben auch alt- klingen lässt. Portaro bietet hervorragende Gitarrenriffs und auch die Rhythmusabteilung steht im Bereich des spielerischen Könnens nichts nach. Die Doublebass ist präzise, aber Joe Cangelosi bietet nichts, was andere nicht auch könnten.
Portaros Stimme kommt zum Teil zu schwach herüber - was einerseits an geringer Stimmgewalt liegen mag, aber auch einfach ein Problem technischer Aussteuerung sein kann. Dafür ist sein Gesang klar, gradlinig, leicht verständlich und ist somit relativ leicht mitzusingen. Aber er lässt eindeutig an "Kawumm" zu wünschen übrig.
Unter anderem warten Whiplash mit einem kompletten Instrumentalstück auf und durchweg beinhalten die Songs hohe Soloanteile mit eben nicht nur thrashigen Parts sondern auch quietischigen Anteilen. In meinem Ohren teilweise zu viele Soli, wobei selbstverständlich Gitarrenrock gitarrenlastig ist und unter Anbetracht der sowieso in den Hintergrund gedrückten Vocals, diese nicht besonders wichtig erscheinen.

Mir persönlich fehlt bei dieser Scheibe leider der gewisse Kick.


<<-- zurück / back