When The Empire Falls - When The Empire Falls
01. The blood in your hands02. When the empire falls
03. Wasted times
04. Dark places
05. Judgement awaits
06. Ghosts
07. Sinner
08. Paint your sky
09. World in flames
10. Child of the dark
11. Hollow
Proklamiert als "one of the most interesting metal newcomers of 2008", veröffentlichten When The Empire Falls im Februar dieses Jahres ihr selbst betiteltes Debütalbum. Natürlich wird man bei einer solchen Beschreibung aufmerksam und möchte selbst hören, was denn dran ist, an dieser neuen Metal-Band aus Tampere...
Die CD startet mit der ersten Singleauskopplung "The Blood in your Hands", welche nach ihrer Veröffentlichung im letzten Jahr auf Anhieb Platz 2 der offiziellen finnischen Charts belegte und irgendwie entfernt an Bullet for my Valentine erinnert.
Beim Song "Wasted Times" fällt besonders der Variantenreichtum in der Melodieführung auf, ist diese doch durch zahlreiche Umbrüche und unvorhergesehene Wechsel gekennzeichnet, die das Lied auf seine Weise interessant und nicht sofort fassbar machen.
"Time takes no prisoners, it just passes by. Surrounded by the dreamers, whose lifes are built in lies. These are my last farewells, I wish you are just fine", heißt es in der Ballade des Albums, "Sinner", deren Text als einziger nicht aus der Feder von Sänger Tommi stammt, sondern von Gitarrist Rami geschrieben wurde.
Ein weiteres Highlight der CD ist der letzte Titel "Hollow", der ein reines Instrumental und mit nur knapp zwei Minuten Spielzeit leider viel zu kurz ist, seine ihm inne wohnende Charakteristik eines Outros jedoch nicht verfehlt und durch seine ruhiges Arrangement in starkem Kontrast zum Rest der Platte steht.
Das Cover- und Booklet-Artwork zeigen die zerstörten und längst verlassenen Überreste einer Stadt, Bilder wie man sie aus Endzeitfilmen kennt und ebenso wie die Grafiken, drückt auch die Musik von WTEF Schmerz, Verzweiflung, Einsamkeit, Wut und Zerstörung aus, geprägt durch Dunkelheit und Frustration - "Close your eyes and you will see".
Das Debüt der Finnen besticht stellenweise durch wirklich gute Gitarrenriffs und starke Instrumentalparts. Zwar bin ich nicht vom Fleck weg beeindruckt und die Platte muss sicher auch noch die eine oder andere Umdrehung im Player machen, um mich zu überzeugen. Ein Anfang ist jedoch gemacht, denn der Melodic Metal der fünf Musiker hat mit seinen eingängigen Songs wirklich Potential und einen gewissen Wiedererkennungswert im Sound, dessen Stil irgendwo zwischen dem Heavy Metal der 80er Jahre und dem heute neu aufgelegten Revival von Selbigem anzusiedeln ist.
Für Freunde dieses Genre ist die Platte also durchaus zu empfehlen und für alle anderen bleibt noch immer der Besuch der Website der Band, um wenigstens einmal in die Songs rein zu hören - und sich eventuell begeistern zu lassen?
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