Warmen - Japanese Hospitality
1. Japanes Hospitality2. Eye of the Storm
3. Goodbye
4. My Fallen Angel
5. Don't Bring Her Here
6. High Heels on Cobblestone
7. Switcharoo
8. Black Car
9. Unconditional Confession
10. Seperate Ways
Bei Warmen handelt es sich um ein Quartett aus Finnland, welches zunächst ohne Festbesetzung für den Vocalpart auskommt.
Gegründet wurde die Band im Jahre 2000 von den Brüdern Janne und Antti Wirman, welche sich wie für Finnen üblich, auch in weitern Bands aktiv zeigen. So steht Janne bei COB am Keyboard, während sein Bruder Antti bis Mai 2009 bei The Scourger die Gitarre bearbeitete. Hinzu kommen noch Jyrki Helko (Thunderstone) am Bass und Mirka Rantanen (For the Imperium) am Schlagzeug.
Natürlich ist "Japanese Hospitality" kein reines Instrumentalalbum, sondern wird durch insgesamt fünf Gastmusiker gesanglich unterstützt. Alexi Laiho, Marko Waara, Timo Kotipelto, Jonna Kosonen und Pasi Rantanen leihen dem Werk ihre Stimmen und werten es deutlich auf.
Der Longplayer lebt in erster Linie von den Gegensätzen zwischen den Instrumentalteilen und den Gesangspassagen, wobei Letztere eindeutig den positiveren Eindruck hinterlassen. Zwar bekommt man das Gefühl, das versucht wird eine gewisse Komplexität in das Arrangement der Instrumente zu bekommen, verliert sich aber immer wieder in einer bisweilen recht nervigen Einfachheit. Insbesondere die Keyboardeinlagen sägen sich teilweise unangenehm in den Kopf und erinnern an den "Soundtrack" von Wissenschaftssendungen der 1980er.
Tempomäßig zeigen sich Warmen durchaus variabel und gehen meist recht flott zu Werke, allerdings verhindert der musikalische Mischmasch, dass sich der Hörer auf die Musik einlassen kann. Gitarre und Bass halten die Metalfahne hoch, während der Rhythmus und insbesondere das Keyboard doch zu oft die Popschiene fahren. Und da passt es, dass man mit "Black Cat" einen Coversong der Popprinzessen Janet Jackson auf den Album unterbrachte.
Manch einer wird auf Grund der Ansammlung an bekannten Musikern und Gastsängern/in vielleicht höhere Erwartungen in Sachen Metal haben und daher vom Ergebnis enttäuscht sein. All jene, die aber bereits einen oder alle drei Vorgänger von "Japanese Hospitality" kannten und mochten, werden hier bestens bedient.
<<-- zurück / back