Warbringer - Waking Into Nightmares


1. Jackal
2. Living In A Whirlwind
3. Severed Reality
4. Scorched Earth
5. Abandoned By Time
6. Prey For Death
7. Nightmare Anatomy
8. Shadow From The Tomb
9. Senseless Life
10. Forgotten Dead
11. Bonus Track: The Road Warrior


Thrash Metal muss nicht immer schnell sein, aber wenn es schnell ist, dann ist es schon mal gut! Auch bei hohem Tempo sollte man seine Instrumente beherrschen. Beide Kriterien erfüllen Warbringer.

Erst im Februar 2008 veröffentlichten Warbringer ihr Debut "War Without End" und tourten scheinbar endlos, wobei sie sich eine hardcore Fanbase erspielten. Wundersamerweise fanden sie dennoch Zeit für die Arbeit am zweiten Album "Waking Into Nightmares".
"Thrash Revival" ist derzeit in der Szene in aller Munde und alleine die Tatsache der wachsenden Anhängerschaft spricht dafür, dass etwas dran ist an diesem Schnack. Warbringer wollen sich hiervon jedoch distanzieren. Modern Thrash ist angesagt, old school wird den alten Herren überlassen. Die Kalifornier legen es auf Aggression und Tempo an, denn schneller ist "schon mal gut". Mit frischem Wind und Originalität wollen sie "Thrash" in das neue Jahrzehnt vorantreiben und dabei dort ansetzen, wo scheinbar vor zwei Dekaden ein Grabstein gelegt worden war.
Für "Waking On Nightmares" holten sie sich Produzent Gary Holt (Exodus) und Mixer Zack Ohren ins Boot. Und die mit Bennett und Ritter neubesetzte Rhythmusabteilung nahm durch massive Basstöne und ambitionierte und spektakuläre Fellprügel eine wichtige Stellung bei der Neudefinierung des Sounds an. Zusammen mit ohnehin schon tötlichen Riffs schaffen Warbringer ein neues Level Komplexität und Brutatlität.
Leider komme ich nicht umhin zu erwähnen, dass es Kevill ein bisschen an Lungenvolumen fehlt und seine Stimme gerne etwas druckvoller hätte herüber kommen können.
Während mich die Gitarre zu Beginn von "Prey For Death" kurzzeitig an Metallicas Enter Sandman erinnert, frage ich mich bei "Nightmare Anatomy" ob jemand ohne mein Wissen die CD gewechselt hat. Es kommt mir eher vor, als wäre ich am Anfang einer Probe und alle stimmen ihre Instrumente oder jammen etwas vor sich hin. Ein Fragezeichen macht sich breit und wird auch nicht aufgelöst, als das Instrumentalstück nach zwei Minuten kurzfristig leicht im Tempo anzieht. Letzten Endes skippe ich weiter, das war wohl nichts! Belohnt werde ich mit einem genialen Doublebass in "Shadow From The Tomb". Alles wieder gut.

Fazit:
Ballert mächtig und ist dabei herrlich entspannend.
Diese CD wird nicht so schnell in den unendlichen Weiten meines Regals verschwinden!



Folgende Termine stehen in Deutschland an:
23. Jun. 2009 Roxy Flensburg, Germany
24. Jun. 2009 Sackfabrik Magdeburg, Germany
25. Jun. 2009 Z7 w/ Sacred Reich Pratteln, Germany
29. Jun. 2009 Zwischenfall Bochum, Germany
04. Jul. 2009 With Full Force Festival w/Dimmu Borgir, Carcass, Amon Amarth and more Lobnitz by Leipzig, Germany
07. Jul. 2009 Kreuz Fulda, Germany
08. Jul. 2009 Cafe Sputnik Munster, Germany
09. Jul. 2009 Cafe Central Weinheim, Germany
10. Jul. 2009 Rock Am Bach Festival w/ Motorhead, Sepultura, Walls of Jericho, The Red Chord, Caliban Saarbrucken, Germany
18. Jul. 2009 Zabbaduschder Open Air w/ Agathodaimon, Disbelief & Naera Urbach, Germany

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