Troll - Neo-Satanic Supremac
01. Til Helvete Med Alt 02. Alt for Satan
03. Ga til Krig
04. Burn the Witch
05. Morkets Skoger
06. Hvor Taken Ligger Sa Trist Og Gra
07. Neo-Satanic Supremacy
08. At the Gates of Hell
09. Smertens Rike
10. Age of Satan
Zu der Band Troll fanden sich bereits 1992 mehrere Musiker zusammen, allerdings wandelte sich das Ganze zu einem reinen Solo Projekt von Nagash (Ex-Dimmu Borgir, Kovenant). Vier Alben gibt es von damals zu vermelden, dann wurde es still und Troll vergessen - nun, neun Jahre nach dem letzten Album ‚Universal', sind sie zurück. Ja ‚sie', denn in Troll vereinen sich nun fünf Musiker und machen sich mit gehörigen Lärm auf dem neuen Album ‚Neo-Satanic Supremac' auf den Weg zurück in die Szene.
‚Neo-Satanic Supremac' kann mit ‚Neu-Satanische Vormacht' übersetzt werden und zeigt welch große Ziele man sich für die neue Zeit gesetzt hat. Nur 41 Minuten ist das Werk lang und beginnt mit ‚Til Helvete Med' zunächst angetäuscht ruhig, aber prompt hämmern sich Drums und Gitarren ein und man findet sich mitten im Höllenschlund wieder.
Der Einsatz der Synth ist aber nicht nur Spielerei, sondern durchaus ein fester Bestandteil im Stile von ‚Neo-Satanic Supremac' und Troll. Der klirrende Sound Exilis' rundet das Geboller der Drums von Ygg und die einwandfreien Gitarrenduelle von Nagash und Tlaloc ab, ohne zu sehr in den Vordergrund zu drängen, aber präsent genug zu sein um den Songs eine Eigenheit zuzugestehen, die vielen Black Metal Songs schnell abhanden kommt. Dennoch es ist fieser, böse gekeifter Black Metal, der da aus den Boxen drängt.
Die Texte sind überwiegend auf Norwegisch, umso mehr freut es den nicht Norweger, dass der Song ‚Burn The Witch' einer der Highlights des Albums schlechthin ist - und dennoch von der einfachen Keyboardmelodie im Hintergrund geleitet wird. Jedenfalls schreit dieser Song nach Mitgröhlen und hämmert sich mit den eingängigen, krachenden Riffs direkt ins Ohr.
Das Album der Norweger fokussiert sich auf das Wesentliche und strotzt nur vor Selbstverstrauen - und es wird den damit verbundenen Anforderungen durchaus gerecht. Der Geist der frühen Black Metal Tage wurde nicht nur eingefangen sondern auch belebt, vielleicht ein paar Jahre zu spät, aber das lassen wir dahingestellt. Troll setzten da an wo sie aufgehört haben, rein hören ist Pflicht für alle, die keine Melodieallergie haben und sich auf qualitativ hohen, tiefstdunkelen Black Metal freuen.
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