Time to Bleed - Theory of Cremation


1) Living in last Breath
2) Fear is the oldest
3) Dead Mans Dream
4) Beyond the Realm of Death

Viel hat der Thrash Metal in Deutschland in letzter Zeit nicht auf den Markt geworfen. Doch nun steht uns etwas Abwechslung ins Haus. Time to Bleed aus Braunschweig ist eine aufstrebende noch relativ frische Band, deren Line Up seit 2009 besteht.
Vor einigen Tagen flatterte bei mir die erste EP der fünf Jungs namens "Theory of Cremation" ins Haus und nach mehrmaligem Hören bin ich doch recht überrascht, denn schon lange habe ich nicht mehr etwas so Gutes aus diesem Genre gehört.
Die vier Songs der EP sind so abwechslungsreich, wie man es sich auf einigen anderen Thrash Metal Scheiben wünschen würde.
Angefangen bei ‚Living in last Breath' bekommt man erst mal ordentlich die Gehörgänge frei gedübelt, gefolgt von einem einprägenden Refrain, zu dem man einfach immer nur wieder die Haare schütteln möchte. Auch der Nachfolger ‚Fear ist he oldest' lässt keine Wünsche offen. Allerdings geht dieser Song es ein klein wenig gediegener an, schüttelt aber die Flimmerhärchen genau so gut durch wie sein Vorgänger. ‚Dead Mans Dream' und der letzte Song ‚Beyond the Realm of Death', welcher mein persönliches Highlight darstellt und auch definitiv das beste Stück der EP ist, erinnert mich an die frühen Children of Bodom und macht richtig Spaß. Ich könnte direkt weiter hören, doch leider gibt es nur vier Songs.

Musik- und produktionstechnisch ist diese EP sehr ausgereift, die Musik solide ohne viele Schnörkel, mit hohem Erinnerungswert. Eine Sache störte mich allerdings ein wenig: die Stimme von Sänger Oliver erinnerte mich streckenweise sehr stark an James Hetfield und der ist nun eher kein Thrash Metal Sänger. Mir fehlt hier noch ein bisschen mehr Kraft, mehr Reibeisen, mehr Härte.

Für den kommenden Longplayer versprechen die Jungs so einiges, so konnte man bekannte Schauspieler, wie Beispielsweise John Rhys-Davies (Gimli in Herr der Ringe) gewinnen, der kleine Erzählparts auf dem Album übernehmen wird. Außerdem hat John Rhys-Davies auch das Intro eingesprochen.

Bleibt mir nur zu sagen, ich bin gespannt was da noch kommt, kann jedem Freund des härteren Metals Time to Bleed nur ans Herz legen und freue mich darauf bald den ganzen Longplayer reviewen zu dürfen.

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