The Kandidate - Until We Are Outnumbered
01. Strength Through Diversity 02. Give Up All Hope
03. Shut 'em Up
04. Distress And Decay
05. In Hell
06. We Conform To The Unrighteous
07. Live A Lie
08. The Kill
09. Enemy
10. Yours Truly
Bereits 2006 gaben die Dänen unter dem Namen ‚The Downward Candidate' mit ‚Distort & Cofuse' ihr Debüt, welches auch schon ordentlich rockte. Nun gibt es aber einen entscheidenden Unterschied zu damals: Jacob Brendahl gibt der Band die Stimme - na klingelt's? Nein? Das ist der freundliche Herr, der 2007 bei Hatesphere das Mirko in die Ecke legte. Nun ist er wieder da und hat mit den Jungs von ‚The Kanditate' einen ziemlich guten Fang gemacht.
Mit neuem Namen geben sie 2010 Debüt Nummer zwei ‚Until We Are Outnumbered'. Darauf findet sich harter Thrash mit Hardcoreuntermalung, welcher stellenweise mit Death Metal geschmückt wurde. Zum Teil ein wenig räudig, immer auf Vollspeed und mit Brendahls Gebrüll im Rücken planieren die Song erst einmal alles nieder was da war, ist oder sein wird. Durch die Variation der Einflüsse wird das straighte Thrash Gerüst geschickt etwas aufgelockert. Leider fehlen mir immer mal wieder einprägsame Hooks, die die Songs leichter im Ohr halten. Dennoch mag ich nicht meckern. Ja, das Ganze erinnert an Hatesphere, aber so ganz überraschend ist das ja nun auch nicht.
Songs wie ‚Give Up All Hope' oder ‚Live A Lie' donnern heftig, mit effektiv eingestreuten Breaks und hämmernder Härte. Mit den Drums hab ich mit jedem Durchlauf mehr Mitleid, die werden schon ordentlich durchgeprügelt - vielleicht hätte etwas mehr Augenmerk darauf der Eingängigkeit der Platte auch einen Schubs gegeben - wer weiß. Die Gitarrenleads sind jedenfalls auch nicht zu verachten, auch wenn gekonnt in den Vordergrund gespielte Soli etwas untergehen.
Alles im allem ist das solider Thrash mit einer unverwechselbar intensiven Stimme, der mächtig auf die Ohren geht. Ab und an verblassen einzelne Elemente auf Grund des Speeds etwas, aber dem Sound tut das keinen Abbruch…höchstens Punktabzug in der B-Note. Was allerdings wirklich negativ zu Buche schlägt, sind die gerade mal 33 Minuten, die dieses Werk füllen. Das ist schon verdammt kurz - und ziemlich schade…
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