The Foreshadowing - Oionos
1. The dawning2. Outsiders
3. Oionos
4. Fallen Reign
5. Soliloquium
6. Lost humanity
7. Survivors sleep
8. Chant of widows
9. Hope. She's in the water
10. Russians (Sting-Cover)
11. Revelation
Vor einem halben Jahrzehnt fanden sich The Foreshadowing zusammen um eine Mischung aus Doom und Gothic Metal zu kreieren. Im Herbst 2007 wurde der Erstling "Days of Nothing" weltweit veröffentlicht, konnte sich aber trotz guter Kritiken nicht so recht durchsetzen. Nun, gut eineinhalb Jahre später, folgt mit "Oionos" das zweite Werk der Italiener.
Schwermütigkeit und Melancholie stehen abermals im Mittelpunkt der Musik und im Vergleich zum Vorgänger hat sich das Quintett mit Veränderungen und Weiterentwicklungen eher zurück gehalten. Zwar wurden Instrumente und Gesang mehr heraus gearbeitet und wirken weniger ineinander greifend, aber wirklich anders wirkt der Sound dadurch nicht. Das ist aber auch gut so, denn letztendlich sollte eine Band auch Alben übergreifend einen Wiedererkennungswert besitzen.
Im Zentrum der Songs steht Marco Beneventos Gesang, welcher gefühlvolle Schwermütigkeit verbreitet. Stimmlich erinnert er dabei bisweilen an Nick Holmes, wobei er jedoch anders als der Paradise Lost-Frontmann auf härtere Gesangseinlagen verzichtet. Hier entwickelt sich auch der vielleicht einzige, aber nicht unbedeutende, Kritikpunkt. The Foreshadowing scheinen wie das schwere Pendel einer Standuhr sanft zwischen Doom und Gothic Metal zu wechseln. Leider fehlen einzelnen Tracks dabei Ecken und Kanten, wodurch diese zu austauschbar wirken. Zwar bewegen sich alle Titel auf hohen Niveau; durch die fehlende Eigenständigkeit wird der Hörgenuss aber ein wenig getrübt.
Da scheint es fast schon logisch, dass der einzige Song, der sich etwas abhebt, keine Eigenkomposition ist. "Russians" wirkt zwar vertraut aber deutlich düsterer und gedrückter als das Original.
Fazit: Mit "Oionos" präsentieren The Foreshadowing ein Album ohne tatsächliche Schwächen, aber halt auch ohne echte Höhepunkte. Reinhören lohnt sich aber allemal.
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