The Chant - Ghostlines


1. Green Waters
2. Footmen
3. Ghostlines
4. Ode to the End (Thank You)
5. Cold Comfort
6. Wayfarer / Ghostlines Reprisal
7. Crown
8. The Breakdown
9. Secret Societies
10. The Only Friend


"The Chant is a group of six individuals who share the same way of thinking. We all have our own favourites and influences but together we make The Chant's sound what it is. If a certain song needs a twist of rock or even pop elements into it in order to work, we're not afraid to use them.", so Gitarrist und Songwriter Jussi Hämäläinen.
In den beinahe zehn Jahren ihrer Bandgeschichte nahmen The Chant vier Demos auf und im Februar dieses Jahres folgte nun endlich auch ihr Debütalbum "Ghostlines".

"The time of tears and absent light", heißt es im Titel ‚Cold Comfort' und mit dieser Zeile lässt sich die komplette Platte und der melodiös melancholische Metal wohl auch am besten beschreiben. Und zeitgleich reicht dieser einzelne Satz wiederum gar nicht aus, um stellvertretend für das ganze Album zu stehen. Es lässt sich jedoch nicht leugnen, dass sich Kälte und Dunkelheit - wohl zwei der Inspirationsquellen finnischer Musiker schlechthin - wie ein roter Faden durch die Tracks ziehen und sich sowohl in den Texten als auch in der instrumentalen Umsetzung selbst immer wieder finden.
‚Ghostlines' lässt sich problemlos als emotionsgeladen bezeichnen, was besonders im Wechselspiel von laut und leise deutlich wird, und ist vom ersten bis zum letzten Song voller ungeschminkter Gefühle. Fast schon aggressiv anmutende Gesangspassagen der Verzweiflung wechseln sich mit ruhigeren, teilweise beinahe geflüsterten Teilen ab, in welchen die angenehme Stimme von Sänger Ilpo Paasela besonders zum Tragen kommt.
Instrumentalisch ist ‚Secret Societies' durch den Einsatz einer Trompete und die damit einhergehende musikalische Veränderung, ein ziemlich unerwarteter Track auf der Platte. Doch auch Songs wie ‚Crown', ‚The Only Friend' oder die erste Singleauskopplung ‚Ode to the End (Thank You)', die derzeit in keiner Playlist finnischer Radiosender fehlt, sind durchaus kennzeichnend für den eigenen Stil der Band.

Für mich persönlich fand sich nach zweimaligem Durchhören leider noch kein Song, den ich als besonders herausragend empfand, was jedoch in keinem Fall als negative Wertung zu sehen sein sollte. Es ist vielmehr so, dass jeder Titel auf seine Weise ansprechend ist.
Letztlich zählt die CD wohl zu den Alben, bei denen man erst durch mehrmaliges Hören den vollen Fassettenreichtum erkennt, doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen - schließlich macht es Spaß, Musik bei jedem Hören neu zu entdecken.

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