Theatre of Tragedy - Forever Is The World
1. Hide And Seek2. A Nine Day Wonder
3. Revolution
4. Transition
5. Hollow
6. Astray
7. Frozen
8. Illusions
9. Deadland
10. Forever Is The World
Theatre of Tragedy sind ein Musterbeispiel für Unbeständigkeit. Lineup- und Stilwechsel haben es den Fans von jeher schwer gemacht, sich mit der Band zu identifizieren. Zunächst als Vorreiter in Sachen weibliche Cleanvocals gepaart mit tiefen Growls, gab es auch schon mal elektro- und industriallastige Klänge zu hören. Wie schon beim Vorgänger "Storm" ist auch der aktuelle Longplayer "Forever Is The World" eine Rückbesinnung auf frühere Tage.
Bereits der Opener offenbart die Richtung in die die Reise auf "Forever is the World" geht. Zunächst wird eine geheimnisvolle Atmosphäre aufgebaut bevor Raymond mit tiefer Reibeisenstimme die ersten Vocals ertönen lässt und spätestens beim Einsetzen von Nells Gesang fühlt man sich an frühere Scheiben der Norweger erinnert.
Das Zusammenspiel der beiden Stimmen funktioniert in diesem ersten Stück wunderbar und macht Lust auf mehr. Leider wird diese Lust nicht wirklich befriedigt, denn der Klargesang steht fortan im Vordergrund. Und auch wenn es an Nells Gesang sicher nichts zu bemängeln gibt, wirken einige Passagen ein wenig drucklos.
Besonders Fans der ersten Tage wird der fortgesetzte Rückzug der elektronischen Elemente freuen und steht der Band wirklich gut zu Gesicht. Vielleicht haben Theatre of Tragedy nun ihren Stil gefunden.
Insgesamt vermittelt "Forever is the World" eine gedrückte und melancholische Atmosphäre, die durch stärkeren Einsatz von Growls noch mehr Tiefe hätte gewinnen können.
Fans älterer Tage werden an diesen Werk ihre Freude haben, wer allerdings die elektronischeren Stücke der Band lieb, kommt hier zu kurz.
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