Swallow the Sun - Hope
1. Hope2. These Hours of Despair
3. The Justice of Suffering Jonas Renkse von Katatonia
4. Don't Fall Asleep (Horror pt.2)
5. Too Cold for Tears
6. The Empty Skies
7. No Light, No Hope
8. Doomed to Walk the Earth
+Bonustrack (Ltd. Edition) These Lowlands
Beim ersten Hören kann man die Eindrücke, gar nicht so schnell verarbeiten, wie sie über einen hereinbrechen. Das Album erschließt sich einem erst nach dem zweiten oder dritten Mal hören in seiner ganzen Komplexität.
Schon beim Opener wird klar, dass 'Hope' ganz sicher nicht hoffnungsvoll oder gar fröhlich ist. "And the Hope will die", growled es aus den Boxen und verbreitet genau diese Stimmung, die man von Swallow the Sun gewöhnt ist. Was jedoch recht bald auffällt ist, dass Mikko sehr viel mehr Cleanvocals einsetzt als bei den Vorgängern, was aber nicht störend wirkt, sondern die stimmlichen Kontraste noch mehr hervorhebt. Auch hat das Album nicht die Härte seiner Vorgänger, was aber nicht als Schwäche anzusehen ist, denn 'Hope' hat sehr viel mehr atmosphärische, ruhige Momente, die einem mit ihrer stark melancholischen Stimmung davon tragen, ohne jedoch seicht oder gar langweilig zu werden. Und immer, wenn einem die sanften Cleanvocals oder das flüsternde Sprechen, die ganz ruhigen sanften Instrumentalpassagen mit sphärischen Keyboards und leichten Gitarren klängen beginnen einzulullen, kommt das 'böse Erwachen' in Form von Mikkos typischen, tiefen Growls oder Grunts und dem Einsetzen der harten Gitarren.
Hervorzuheben ist, dass die eyboards oft nur akzentuiert eingesetzt und nicht als schwammiger Soundteppich unter die Musik gelegt wurden.
Das immer wiederkehrende Piano verstärkt die Atmosphäre der Hoffnungslosigkeit, besonders in Verbindung mit Mikkos Cleanvocals.
Aber es gibt natürlich nicht nur langsam getragene Stücke, sondern richtig druckvolle, wie zum Beispiel 'Theses Hours of Despair' das für STS Verhältnisse recht schnell ist und mit und gerade wegen dem intensiven Doublebass Drums von Schlagzeuger Pasanen noch an Härte dazu gewinnt. Was sich in mehreren Stücken wieder findet, ist die Kunst des zweiten Teils. Ein musikalisches Thema, das zu Anfang im Stück nur kurz angespielt wird, kehrt nach einer sehr sanften Überleitung, bei der man denken könnte, das Stück neigte sich seinem Ende zu, noch einmal mit brachialer Gewalt zurück um sich in der Unendlichkeit zu verlieren, wie es besonders bei 'Doomed to Walk the Earth' der Fall ist.
Mein persönlicher Favorit ist 'Too cold for Tears', das zu Anfang fast nur mit Bass, Piano und sanften Cleanvocals daher kommt, die aber bald von harten Growl Passagen abgelöste werden. Dieses Wechselspiel wird mehrmals betrieben, wobei es nicht das übliche 'Vers/Refrain/Vers' Schema ist, sondern sich die Growlpassagen verändern um schließlich mit einem spährischen Instrumentalübergang im weiter oben schon beschriebenen zweiten Teil zu enden.
Ich möchte die einzelnen Titel eigentlich nicht sehr viel genauer besprechen, weil viele der Gefühle, die dieses Album erzeugt, einfach nicht in Worte zu packen sind. Wer ein Fan des Death-/Doom Metalgenres ist, sollte sich dieses Album ungedingt anhören.
Meine Bewertung: Ein Meisterwerk!
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