Star*Rats - Screw The Consequences


1. Who Cares
2. I Could Die Here
3. Looosin'it
4. As I Stay
5. Get Nasty
6. Raise Your Hands To Rock
7. Fakin' An Inside
8. Psycho You
9. Brand New Soul
10. Another Tragedy
11. Lands End
12. Mr Whattafuck
13. I'll Be There For You
14. Boozehound

Als ich die CD von Star*Rats in die Hand bekam, erwartete ich Sleaze mit weiblichem Gesang und war ein wenig überrascht, als kurz nach dem Einlegen eine männliche Stimme aus dem Boxen drang. So leicht kann man sich von einem Cover täuschen lassen.
Star*Rats blicken bereits auf eine längere Bandgeschichte zurück, so dass "Screw The Consequences" bereits ihr drittes Album ist. Bei einem Blick auf ihre Tourgeschichte und die Liste der Compilations, auf denen sie vertreten waren, sollten sie zumindest in der "Szene" ein Begriff sein.

Gemischt wurde der Silberling von Chris Laney (Europe / Crashdiet u.a.) und gemastert von Jan Eliasson (DAD/ Christina Aguilera). Die CD wird für ihren Killersound angepriesen und gehobene Ansprüche werden erfüllt. Jedoch erscheinen die Übergänge zwischen den Songs zeitweise etwas abgehackt, in anderen Teilen sind sie flüssiger.
Persönlich finde ich bei "As I Stay" die Vocals zu schwach ausgesteuert und die Gitarren zu dominant, aber möglicherweise soll dies auch so sein, denn die Scheibe ist allgemein sehr gitarrenlastig und so fehlt es auch nicht an entsprechenden Solos und teilweise experimentellen Riffs. "Psycho You" ist ein weiterer Song, auf den diese Kategorisierung passt: gitarrenbetonter Sound, wie es sich für anständigen Sleaze gehört und dazu eingängige Lyrics.
Allgemein lässt sich zu den Lyrics sagen, dass sie nicht unbedingt tiefsinnig sind, aber auch dies ist typisch für dieses Genre.
Anfangs fällt der Zugang zu "Screw The Consequences" schwer, es scheint an Eigenständigkeit und Wiedererkennungswert zu mangeln, welcher Star*Rats aus der Masse der skandinavischen Sleazebands heraushebt.
Die Tür öffnete "Raise Your Hands To Rock" ein Stück und "Another Tragedy" endgültig, dessen gesprochenes Intro meine Aufmerksamkeit erregte und mich mit dem folgenden schön-melodiösem Gitarrenpart gefangen nahm. Mit ihrer Version des Bon Jovi Songs "I'll Be There For You" legen die Dänen einen absoluten Kracher hin, der definitiv danach verlangt, die Repeattaste zu drücken. Und mit "Boozehound" liefern Star*Rats einen weiteren Knaller zum Abschluss.
Die nächste Umdrehung der Scheibe, die nun doch zwangsläufig folgt, wird angenehmer und so ist es bei jeder Weiteren, dass eventuell zu bemängelde Schwächen in den Hintergrund rücken, der Spaß beim Hören dominiert und sich sogar ein leiser Suchteffekt einschleicht.

Gesamt gesehen ist der Longplayer gute Sleazeware - mit einigen hervorstechenden Songs, die die Scheibe absolut hörenswert machen.

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