Sons Of Seasons - Magnisphyricon


01. Magnisphyricon: Temperanc
02. Bubonic Waltz
03. Soul Symmetry
04. Sanctuary
05. Casus Belli I: Guilt's Mirror
06. Magnisphyricon: Adjustment
07. Into The Void
08. A Nightbird's Gospel
09. Tales Of Greed
10. Lilith
11. Casus Belli II: Necrologue To The Unborn
12. Magnisphyricon: The Aeon
13. 1413
14. Yesteryears

Januar 2007 rief Oliver Palotai ‚Sons Of Seasons‘ in Leben. Bei seinem Namen sollte es bei einigen ein wenig klingeln, denn der Herr hat schon einiges auf dem musikalischen Parkett gesehen. So war er Mitglied der Tourband von Doro und gehörte zum Line-up von Blaze, der Band des ehemaligen Iron-Maiden-Sängers Blaze Bayley, ach, bei Kamelot gab und gibt es ihn auch zu sehen und hören. Zudem gibt es auch schon eine Veröffentlichung unter ‚Sons Of Seasons‘, mit dem Titel ‚ Gods of Vermin‘ und der Unterstützung von Simone Simons, Mark Jansen (beide Epica) und Tijs Vanneste (Oceans of Sadness).

Simone Simons ist auch auf ‚Magnisphyricon‘ wieder zu hören und rundet mit ihrer traumhaften Stimme den symphonischen Sound der Band in einigen Songs ab. Gesetzt wird dabei auf Symphonic Metal, der so detailverliebt und facettenreich ist, das einmal Hören nur einen Bruchteil davon ans Ohr trägt. Dazu werden Drums und Gitarren über das übliche Maß gefordert und so gewinnt die Scheibe zwischendurch ordentlich an Härte. Immer wieder werden aber zarte und weitläufige Melodien in den Sound gestreut und lockern so die Songs auf, denn die Soundstrukturen sind schon sehr komplexen aufgebaut. Mit sehr viel Geschick sind diese aber miteinander verflochten und wirken so überraschenderweise nicht überladen, sondern nur perfekt ausgearbeitet.

Nicht ganz überraschend hingegen ist der sehr intensive Einsatz des Keyboards, welches hier aber kein tristes Hintergrunddasein fristen muss, sondern maßgeblich am Sound beteiligt ist. Zusammen mit der kraftvollen Stimme von Henning Basse ergibt sich daraus eine mitreißende Mischung, die in ruhigen, melancholischen Parts ebenso überzeugen kann, wie in den starken, rifflastigen Momenten. Dazu gibt es tiefgründige Texte und Refrains die direkt ins Ohr wandern. Hinter dem Album steckt Konzept, also ist genaues hinhören durchaus erwünscht und sinnvoll.
Mich überrascht ‚Magnisphyricon‘, natürlich hat man gegenüber Oliver Palotai schon seine Erwartungen, gerade auch nach ‚Gods Of Vermin‘ – Aber hier wird die Meßlatte für Symphonic Metal schon sehr hoch gelegt. Also eigentlich für alle ein Grund mal rein zu hören und sicherlich auch für einige den Weg zum Plattenladen anzutreten.

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