Sonic Roots - Kill Street Blues


1. Pharaohs don't sleep tonight
2. Sound of my mind
3. Pusherman
4. Angel in the dark
5. Poison wine
6. Obscene medicine
7. Junkie Girl
8. Shadow in your heart
9. Take you high
10. The power of need
11. Trashy morning

Manchmal scheint man eine Band schon ewig zu "kennen" und dann bringen sie endlich ihr Debutalbum heraus. Die Freude darüber ist groß, andererseits macht dies die Sache nicht einfacher, etwas zu schreiben. Einige Songs sind in meinem Ohr tatsächlich neu, andere kenne ich schon so lange wie die Band. Dafür lassen sich jedoch hier und dort Entwicklungen in den Stücken wahrnehmen, denn vor fünf Jahren hörte sich das doch alles noch ein bisschen anders an?
Sonic Roots sollten in einschlägigen deutschen Kreisen keine Unbekannten mehr sein, denn sie haben hier schon die eine oder andere kleine Tour hinter sich und auch schon vor ausverkauften Clubs gespielt. Jetzt präsentieren sie uns nach zwei selbst produzierten Scheiben (u.a. The Power Of Need (Demo)) ihr offizielles Debut "Kill Street Blues".

Geboren in den 1970er und aufgewachsen im Helsinki der 1980er Jahre lassen sich hier auch ihre Einflüsse finden: Black Sabbath, Metallica, Guns N'Roses, Hanoi Rocks, Misfits und AC/DC beispielsweise.
Langweilig ist diese Kombination keinesfalls, dreckige Rockstücke wechseln mit ebenso dreckigen Balladen. Eingängige Melodien tragen Henry Lee Roots Stimme, die mit etwas Phantasie an Jyrki 69 (The 69 Eyes) oder auch Ville Valo (HIM) erinnert. Nebenbei hat eben jener Jyriki69 auch einen Gastauftritt auf diesem Album (Take You High), ebenso wie Niki Rock (Barbe-Q Barbies - Junkie Girl & Shadow In Your Heart) und Pasi Koskinen (Ajattara, ex-Amorphis - Obscene Medicine) und weitere.
Sonic Warlands Gitarrenkünste sind und bleiben ein Traum, der einen mit den Ohren schlackern lässt. Björn Again Electric und Jarski Littbarski liefern solide Arbeit in der Rhythmusabteilung.

Kill Street - Helsinginkatu / Aleksis Kiven Katu, Kallio, Helsinki, Finnland. Wer diese Ecke kennt, benötigt keine weitere Erklärung. Ansonsten findet sich diese in den Songs - Leben und Rocken in Kallio mit allem, was dazu gehört.
Dreckiger Straßenrock aus dieser Gegend ist nichts, was noch nie dar gewesen ist, aber dennoch hörenswert! Geht ins Ohr und bleibt da!

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