SIC - Pandemonium
1. Reach Inside2. Done Pretending
3. To Dare To Risk To Regret
4. My Hell
5. Fading
6. Number 6
7. Rosegarden In Hell
8. Rough
9. Keep It To Yourself
10. Teethless Teens
11. I One
12. Hands Unfold
13. Shut
Befragt man die Leute nach ihren Kenntnissen über die Färöer Inseln, so sind die Antworten meist recht kurz. Einige werden vielleicht noch anmerken, dass es der Angstgegner der Fußballmacht Österreich ist; nicht wenigen Metallern ist der Name Týr ein Begriff. Aber bereits die Frage nach der geographischen Lage des kleinen Inselstaates sorgt nicht selten für Achselzucken. Von genau diesen Inseln, zwischen Schottland und Island gelegen, kommen die fünf Musiker von SIC.
Stilistisch lassen sich SIC keiner bestimmten Schublade zuordnen; man könnte ihre Musik aber mit trashlastigem Nu-Metal umschreiben. Dies trifft zwar den Kern, verschweigt jedoch, wie vielseitig sich die Truppe auf ihrem Debüt präsentiert. Die Jungs lassen sich von verschiedenen Metal-Genres beeinflussen, wandern dabei jedoch nie auf ausgetretenen Pfaden, auch wenn einen das ein oder andere kurzeitige Déjà-Vu zu ereilen scheint. Wütende Growls, aggressive Riffs gekontert mit melodischen, beinahe melancholischen Passagen und die fast schon greifbare Spielfreude der Färöerer machen das Album so facettenreich, als wäre hier nicht nur eine Band am Werke. Genau dieser Variationsreichtum macht es schwer, hier bestimmte Songs hervor zu heben. Mehr als eine Stunde gehen SIC äußerst druckvoll, dynamisch und auf einem sehr hohen Niveau zu Werke.
Dass die Ansprüche der Bandnicht gering sind, wird auch beim Blick auf und ins Booklet sehr schnell klar. Produziert wurde der Silberling von niemand geringerem als Tommy Hansen in den Jailhouse Studios und für das Artwork zeigt sich Seth Siro Anton verantwortlich. Kleine Brötchen backen: Fehlanzeige!
Fazit:
SIC wissen vom Start weg zu überzeugen und zeigen mit "Pandemonium", das sie das Potential dazu haben, mehr als nur ein Geheimtipp zu bleiben.
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