Revolution Renaissance - Trinity


01. Marching With The Fools
02. Falling To Rise
03. A Lot Like Me
04. The World Don't Get To Me
05. Crossing The Rubicon
06.Just Let It Rain
07. Dreamchild
08. Trinity
09. Frozen Winter Heart

2007 verließ Timo Tolkki nach 23 Jahren, 2,5 Millionen verkauften Alben, diversen Auszeichnungen und gut 1.200 Live Shows sein Stratovarius. Die Band, der er einen eigenen Sound kreierte und mit der er viele andere Künstler inspirierte. Nach diesem Schritt widmete er sich einem Projekt mit dem Namen ‚Revolution Renaissance'. Nach einigen Überlegungen wurde aus dem Projekt mit Unterstützung von verschiedenen Gastsängern schließlich eine ausgewählte Band mit festen Mitgliedern - und einem Ablaufdatum. Vor nicht allzu langer Zeit gab Herr Tolkki das Ende der Band bekannt. Dennoch wurde die letzte gemeinsame Arbeit - ‚Trinity' - nun doch veröffentlicht und zeigt, dass da jemand zu seinen Wurzeln zurück kehrte.

‚Trinity' umfasst neun Songs und Nummer eins‚ ‚Marching With The Fools', holt mit dem melodischen Vorschlaghammer aus und prescht gerade nur so aus den Boxen. Zur brillanten Gitarrenarbeit muss man eigentlich nichts mehr sagen, dennoch sind diese rasanten Solos gleich als Opener ein Genuss. Die Stimme von Gus Monsanto passt gut zum Tolkkischen Ursound und hat den qualitativen Vorteil nicht ganz so hoch, fiepsig und verschwindend zu werden, sondern etwas rauer und dennoch melodisch daherzukommen.
Der Song darauf lädt Dank eingängigem, hinreichend wiederholtem Refrain zum Mitsingen ein - so ziemlich von Beginn an. Die verschiedenen Songstrukturen zeigen sich abwechslungsreich und so tut es auch nicht, weh wenn eine Textzeile mehr als einmal zelebriert wird. Die Texte hingegen sind eher von düstererer Natur, dennoch ist das gewiss kein melancholisches von sich hin Jammern… nennen wir es einmal ein musikalisches Verarbeiten der Vergangenheit im Melodic Power Metal Modus.
Erst gegen Ende wird es mit dem zehn minütigen Titeltrack ‚Trinity' etwas ruhiger. Zumindest kurzweilig, der Song wächst aus dem ruhigen, klagenden, stimmungsvollen Begin zu einem mitreißenden, sehr starken Song.
Das Album wird abgeschlossen von der Ballade ‚Frozen Winter Heart'. Eigentlich kann man das so stehen lassen, da gibt es einfach nichts zu meckern. Wo Herr Tolkki immer wieder solche gefühlvollen Texte und Gänsehautmelodien herzaubert, bleibt sein Geheimnis. Wahrscheinlich würde der Track auch komplett ohne Gesang funktionieren, schließlich dürfen sich Instrumente (besonders seine Gitarre) immer ausgiebig austoben.

Fazit: Das hier trägt die unverkennbare Handschrift des Timo Tolkki. Beim Hören von ‚Trinity' - selbst beim allerersten Mal - stellt sich ein ziemlich vertrautes Gefühl ein, zumindest wohl bei denen die dem Stratovarius Sound vertraut sind. Das wirkt noch einmal extra. Dennoch ist das nicht Stratovarius, es ist aber der erschaffene Sound und zwar der vom Höhepunkt. Und einige werden es wohl ziemlich schade finden, dass die Songs nicht auf Tour dürfen. Vielleicht ja doch irgendwann.

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