Puddle of Mudd - Re:[Disc]Overed
1. Gimme Shelter 2. Old Man
3. T.N.T.
4. Stop Draggin' My Heart Around
5. The Joker
6. Everybody Wants You
7. Rocket Man
8. All Right Now
9. Shooting Star
10. D'yer Maker
11. Funk #49
Hier haben wir mal wieder etwas, was dem einen oder anderen bekannt vorkommen sollte: Puddle Of Mudd. Okay, es ist hier zu Lande ja schon etwas ruhiger um die Jungs aus Kansas geworden, aber zumindest „She hates me“ hat doch jeder im Kopf, auch wenn das Reduzieren der Band auf diesen einen Song etwas ungerecht ist. Dieser war im übrigen auf „Come Clean“ zu hören welcher dieses Jahr 10Jähriges Jubiläum feiert – Album Nummer eins gab es allerdings schon 1994 und mit „Re:[Disc]Overed“ sind wir auch beim siebten Album der Band angekommen – nebst Massen an Singles und einer DVD. Und wie viele davon habt ihr verpasst? Wie dem auch sei, in der Band gab es immer wieder personelle Umstrukturierungen und das aktuelle Line-Up sieht nun so aus:
Gesang, Gitarre - Wes Scantlin
Gitarre- Paul Phillips
E-Bass, Gesang - Damien Starkey
Schlagzeug - Ryan Yerdon
So und nun zu „Re:[Disc]Overed“, ein Album bestückt mit diversen Coversongs. In diesem Zusammenhang gibt es gleich einen Bonuspunkt für den unglaublich kreativen Albumtitel. Nun ist die Idee ein Album nur mit Coversongs aufzunehmen generell zwischen „Heldenhaft mutig“ und „Grenzdebil“ einzuordnen. Im Moment bin ich wieder bei Track Nummer drei angelangt und freue mich wie ein kleines Kind über das AC/DC Cover. Nebst der unbedeutenden Tatsache, dass Wes Scantlins Stimme mir weitaus angenehmer entgegen schlägt als das Original, bleibt der Sound trotz allen Coverns einfach irgendwie Puddle Of Mudd – Mit einem Augenzwinkern und viel Spaß.
Durchweg ist das Album mit älteren Rockstücken aus den Siebzigern und teils Achtzigern bestückt, allseits gut bekannte Songs. Dabei gibt es keine großartigen Experimente im Sound der einzelnen Titel, mit den Worten von Lead Gitarrist Paul Phillips: „The idea was to pay more tribute rather than reinvent. These are all classics that are perfect in every sense, so who are we to mess with that?"
Gute Frage. Hier finden sich verschiedene Stile, manchmal holperig, manchmal perfekt, in einem Guss zusammengetragen. Ein wenig werden hier auch alte Schätzchen zum Leben erweckt und einem jüngeren Publikum wahrscheinlich zu ersten Mal nähergebracht.
Ab und an passen leider die ausgewählten Stücke nicht ganz zur Band, auf der anderen Seite gefällt mir die Zusammenstellung der Songs dennoch sehr gut. Sicherlich würden mir einige Kritikpunkte zur Berechtigung eines Coveralbums, welches Songs beinahe Originalgetreu übernimmt einfallen, ABER: Die Frage ob sich Puddle of Mudd mit den Stones vergleichen sollten und können stellt sich mir nicht. Genauso wenig warum ich mir nicht einfach eine CD mit den Originalen zusammenstelle.
Dir Entscheidung für oder gegen „Re:[Disc]Overed“ hat dieses Mal nichts mit der Qualität auf dem Album zu tun. Da gibt es ein klares „Ja“, dieses Mal ist es wirklich eine persönliche Entscheidung Coversongs mit anderer Stimme zu mögen oder hart auf Orignale zu pochen. Auch die eigene Auffassung von Spaß spielt hier rein. Ich empfehle rein zu hören, in sich und in „Re:[Disc]Overed“ .
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