Pro-Pain - Absolute Power


1. Unrestrained
2. Destroy The Enemy
3. Stand My Ground
4. Road To Nowhere
5. AWOL
6. Hell On Earth
7. Divided We Stand
8. Gone Rogue (I Apologize)
9. Rise Of The Antichrist
10. Hate Coalition

New York City, 1992. Gary Meskil machte sich auf und gründete Pro-Pain.
Kein Scherz, das ist Tatsache schon so lange her. Dieses Jahr machen die Herren das Dutzend voll und veröffentlichen mit ‚Absolute Power' Album Nummer zwölf. Nachdem der zwei Jahre zurückliegende Vorgänger ‚No End In Sight' wieder einmal die Lager spaltete, erwartet man gespannt die neuen Klänge. Wobei, eigentlich wartet man immer ziemlich gespannt (also bis auf die paar für die immer alles gleich ist oder klingt) schließlich experimentieren die New Yorker ja gern etwas…

‚Absolute Power' beginnt mit ‚Unrestained' gewohnt stark und hardcore lastig und drescht dabei auch wenig zimperlich auf das Trommelfell ein - wer nur 37 Minuten auf einem Album bietet, sollte halt keine Zeit verschwenden… Zur Kenntnis genommen. So geht es auch brachial mit ‚Destroy The Enemy' weiter, wo sich ausgefeilte Drumparts mit den fetten Gitarrenriffs paaren - oder prügeln? Egal, jedenfalls gibt es ordentlich Krach, in bester Pro-Pain Manier.
Um das Spektrum etwas zu erweitern, findet man sich bei ‚Stand My Ground'in einem Thrasher wieder, der im Übrigen noch einen Gastsänger aufweisen kann: Schmier (Destruction) verewigte sich. Das allein wäre etwas wenig, geb ich ja zu, aber straighte, aufbrausende Hooklines und das unentwegt hämmernde Schlagzeug ergeben einen dermaßen aggressiven und mitreißenden Sound, dass ist echt was wert ist.
Nachdem man sich mit ‚Road To Nowhere' in Metal Gefilden bewegte, mit klaren Vocals und einer ziemlichen coolen Melodie/Refrain Nummer, geht es getreu dem Motto "öfter mal etwas Neues" in eine andere Richtung. ‚AWOL' und punkig hat man Mitgröhl-Einlagen, zum selber Lärm machen. Ganz nebenbei: was immer die vier Männer da fabrizieren, in welchem Genre sie gerade wildern, es ist immer ganz klar Pro-Pain. Kompromisslos wie ihr Sound. Einfach Pro-Pain.

Zu ‚Gone Rogue (I Apologize)' darf man mal durchatmen, was natürlich nicht heißt, dass man das wirklich könnte, aber mit dem etwas reduzierten Tempo und gekonnten Gitarren Soli hat man zumindest die Illusion. Der Song kommt sehr rockig daher mit charmanten Backvocals von Gianni Ponitllo (Pure, Inc. / The Order) und Inga Pulver (Pulver).
Erwähnte ich eigentlich schon das Schlagzeug? Was ein neuer Drummer so ausmachen kann… Auf der Scheibe durfte sich wer, also genau genommen, Rick Halversen, mal austoben… Scheint Spaß gemacht zu haben.
Dann ist es auch endgültig vorbei mit dem pseudo Ausruhen, Herr Gary Meskil keift erneut zum Antritt. Gewohnt unfreundlich bis hasserfüllt, markant und fies brummt und brüllt er einem ins Gesicht. Auch die letzten beiden Tracks haben keinen Einbruch, sondern säbeln alles nieder was noch steht.

Eigentlich gibt es nicht viel zu meckern. ‚Absolute Power' ist abwechslungsreich, dennoch eindeutig und macht Spaß. Härte und Melodien in einen Käfig gesteckt und alles auf dem konstant hohen Niveau, das die Jungs ohnehin inne haben.
Das einzig wirklich krasse Manko ist -meiner Meinung nach- das unsagbar hässliche Cover. Das hat aber zum Glück rein gar nichts mit der Musik und dem Sound zu tun und daher heißt es loslaufen und kaufen.

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