Mortualia
The Blue SilenceIn Bleak Loneliness
Cold and Grey
Devoid of Warmth
Forgotten Soul
Death Serenity (2011 Edit Bonus)
Die Geburtsstunde des Black Metal datiert man auf Anfang der Achtziger Jahre. Die ersten Bands und Mitbegründer dieses Genres waren unter anderem Venom, Mayhem und Burzum. Einige kennen vielleicht die Geschichte um den Mord an Mayhem Gitarrist Euronymous durch Varg Vikernes, welcher kurzzeitig Mitglied bei Mayhem war und ein Soloprojekt Namens Burzum hatte.
Man sagte dieser Mord war das Ende des traditionellen Black Metals und Black Metal wäre nie wieder das geworden, was es zu Zeiten von Mayhem einmal war.
Viele Bands versuchten sich schon am traditionellen Black Metal, bisher ist mir allerdings keine Band bekannt, die es damit weit geschafft hätte. Meistens bleiben diese der breiten Masse verborgen und sind nur durch Geheimtipps zu finden, vor allem wenn man nicht so tief in diese Szene involviert ist.
Mortualia überrascht mich dennoch sehr. Schon beim ersten Hören muss ich an Burzum denken, da ich ein paar Demos von diesem besitze. Musikalisch und aufnahmetechnisch klingt es tatsächlich wie 1988. Schwermütig, dunkel, treibend und unendlich lang dreht sich die Spirale immer weiter nach unten. Bereits der erste Track „The Blue Silence“ dauert sage und schreibe 17:15 Minuten. Langweilig ist mir dabei irgendwie geworden, allerdings ist der Hochsommer wohl die schlechteste Jahreszeit um derart düsteren, depressiven Black Metal zu hören. Dennoch zieht es mich ganz schön runter und ich bin froh das es nicht dunkel und verschneit draußen ist.
Der Gesang allerdings klingt eher nach geprügeltem Papagei und macht die teils doch gute musikalische Umsetzung und die dabei aufkommende schwermütige Stimmung ziemlich zunichte. Mir ist es aufgrund des Gesangs schwer gefallen, das Album einmal durchzuhören. Wäre der Gesang nicht oder anders gewesen, wäre meine Wertung wesentlich besser ausgefallen. Vielleicht ist dies aber auch nur meinem persönlichen Geschmack und manch Black Metal Liebhaber fühlt sich durch meine Meinung zu diesem Gejaule auf die Füße getreten. Ich finde es passt nicht und das ist aufgrund der recht guten Umsetzung irgendwie schade.
Leider wird auch bei den Songs sehr wenig Abwechslung geboten. Für mich klingt es am Ende doch irgendwie alles gleich und macht es noch schwerer damit wirklich warm zu werden. Daher kann ich an dieser Stelle nur eine Durchschnittswertung geben. Das hier ist wirklich nur etwas für Liebhaber dieser Musik.
Zur Band gibt es zu sagen, das es sich auch hier um ein Soloprojekt des „Hornar“ Begründers Shatraug handelt. Mortualia ist nicht sein einziges Solo/Projekt, der Gute Herr aus Finnland mischt bei etwa 20 dieser mit. Von Mortualia gibt es 3 Alben, dieses ist das neu aufgelegte Erstlingswerk.
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