Mortemia - Misere Mortem


01. The One I Once Was
02. The Pain Infernal And The Fall Eternal
03. The Eye Of The Storm
04. The Malice Of Life's Cruel Ways
05. The Wheel Of Fire
06. The Chains That Wield My Mind
07. The New Desire
08. The Vile Bringer Of Selfdestructive Thoughts

Herr Morten Veland könnte dem einen oder anderen sicherlich bekannt sein, erfreute er uns doch bereits mit den Bands ‚Tristania' und ‚Sirenia'. Nun ergab sich für ihn die Möglichkeit sich mit dem Projekt "Mortemia" ein wenig mehr auszutoben. In dieser Band singt der Meister nicht nur persönlich, sondern spielte und arrangierte sämtliche Instrumente - lediglich die Chorgesänge stammen nicht von ihm, sondern von einem französischen Gesangsverein.
Das Werk welches aus ‚Mortemia' entstand, ist ‚Misere Mortem' - das vom ersten Ton an klar die Handschrift Velands trägt. Stampfende Gitarren, durchdringende Chorgesänge und teils filigrane Melodiestrecken, die sich vom düsteren Sound abheben und dennoch ein vollkommener Teil davon sind.

Gleich im Opener ‚The One I Once Was' gibt es das volle Repertoire. Leise wird man in die Dunkelheit geführt, von den mystischen Chorgesängen empfangen und prompt steckt man schon mitten im Song. Velands dunkle, markante Stimme trägt die nicht minder dunklen Texte fast ein wenig authentischer als bei den weiblichen Gegenstücken seiner anderen Bandprojekte. Seine Stimme zeigt mehr Variablen und so scheint es leichter für ihn sich den Songs anzupassen und durch Growls, bis hin zum fiesen Gekeife und dann wieder glasklaren Vocalsparts zu intensivieren.
Das Tempo ist Genre typisch im Midtempo angesiedelt und kommt nur selten darüber hinaus. Durch das Wechselspiel der drängenden Gitarren zu den klassischen Orchesterarrangements umspielt er geschickt die klaren, ab und an sehr ähnlichen gestalteten, Strukturen der Songs.

Mit ‚Misere Mortem' entführt Morten Veland uns in eine dunkle Welt, schubst uns aber nicht in den Abgrund, sondern gibt etwas zum Nachdenken und zum Verweilen. Etwas härter und kraftvoller als seine Werke der letzten Jahre, mit dunkler Intensität und schwermütigen, eingängigen Melodien.
Wer die früheren Sachen von ihm schon mochte, sollte dringend rein hören und alle anderen die symphonischen Goth-Metal mal ohne Frauengesang wollen erst recht.

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