Michael Monroe - Sensory Overdrive
1. Trick Of The Wrist 2. '78
3. Got Blood?
4. Superpowered Superfly
5. Modern Day Miracle
6. Bombs Away
7. All You Need
8. Later Won't Wait
9. Gone Baby Gone
10. Center Of Your Heart
11. Debauchery As A Fine Art
Was kommt dabei heraus, wenn ein finnischer Glamrocker auf einen britischen Altpunk trifft, und beide zu viel Zeit unter der kalifornischen Sonne verbracht haben?
Michael Monroe ist ein Urgestein der Musikgeschichte und all seine Karriereschritte hier aufzuführen, würde eine Menge Platz und Zeit in Anspruch nehmen. Kurz zusammengefasst war Michael Monroe einer der Köpfe von Hanoi Rock, damals und vor kurzem, sang und spielte mit Demolition 23, arbeitete mit diversen internationalen Stars an deren Alben zusammen und kann auf eine Diskographie von sechs Soloalben zurück blicken.
Wobei sich bei dem vorliegenden Longplayer die Meinungen teilen: die einen sagen Michael Monroes Soloprojekt, die anderen sagen Michael Monroe Band. Aufgedruckt fehlt das ‚Band'.
Derzeit arbeitet er in der nach ihm benannten Band mit Sami Yaffa (ex Hanoi Rocks, New York Dolls), Ginger (The Wildhearts u.a.), Steve Conte (u.a. New York Dolls) und Karl Rockfist (Live Drummer bei u.a. Danzig, Misfits, Cheap Trick) zusammen.
Deutlich heraus hören lassen sich dabei die Einflüsse von Ginger Wildheart, Teile der Melodiestrecken könnten auch auf einer Scheibe von The Wildhearts zu finden sein. Dies soll jedoch nicht heißen, dass Michael Monroe nun ein billiger Abklatsch der britischen Band ist. Im Gegenteil, diese Einflüsse machen das gewisse Etwas aus, was das Songwriting Monroes hiermit noch deutlicher von Hanoi Rocks abhebt, aber die Kombination eben auch Gingers bei The Wildhearts.
Somit ist also eindeutig, dass es kein reines Soloprojekt ist. Außer man kann nicht hören. Und entstanden ist die Kombo bei gemeinsamen Jamsessions der beiden - alles klar?
Gesamt sind Melodien und Texte, in denen unter anderem die Geschichte vom Möchtegern-Musiker zum Rockstar aufgearbeitet wird, leicht zugänglich und haben eine große Ohrwurmqualität.
Nicht nur im bandeigenen Line Up reiht sich Name an Name, zusätzlich geben sich auch Country Star Lucinda Williams bei ‚Gone Baby Gone' und Lemmy, DER Lemmy, bei ‚Debauchery As a Fine Art' die Ehre.
Monroe beweist wieder einmal sein überwältigendes Stimmspektrum, und sein Saxophon macht seine Musik zu einer weiteren Besonderheit in der großen Welt des Rock'n'Roll.
Rock, Rock'n'Roll, Punk - langweilig wird es nicht, ganz im Gegenteil. Man kann der Scheibe gar nicht genug Umläufe gönnen, dann auch nach vier Runden am Stück habe ich noch immer nicht genug davon.
Der Silberling hat gute Chancen, das Album des Jahres zu werden.
Genial!
Fazit:
Melodiös, Melancholisch, Optimistisch.
California Sun Fun mit düsterem finnischen Unterton.
Ach so, die Scheibe hat tatsächlich einen Nachteil: Mit einer guten halben Stunde ist sie definitiv zu kurz!
PS:
Auf der uns vorliegenden Promo CD sind lediglich 11 Songs, das finale Produkt beinhaltet mit den beiden weiteren Stücken "Another Night In The Sun" und "You're Next" insgesamt 13 Songs. Ferner wird es eine Bonus-DVD geben, auf der ein Roadmovie inkl Interviews zu sehen ist.
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