Metallica - Death Magnetic
(Limited Digipak)
1. That Was Just Your Life2. End Of The Line
3. Broken Beat & Scarred
4. Day That Never Comes
5. All Nightmare Long
6. Cyanide
7. Unforgiven Iii
8. Judas Kiss
9. Suicide & Redemption
10. My Apocalypse
Manchmal bin ich etwas langsam, was die Anschaffung von CDs angeht, aber dafür gelangt frau auch mal unverhofft an ein limitiertes Digipack.
Ist schon toll gemacht, und ganz ernsthaft - ich steh auf Cover! Das Deckblatt bildet gemeinsam mit dem Booklet einen Sarg, der sich mit dem Umblättern jeder Seite verjüngt. Ich bin so fasziniert, dass ich vergesse, auch wirklich auf die Bilder zu achten - also gleich noch mal blättern. Naja, ok, die Kuh ist vielleicht doch etwas obszön? Männlicher Humor ;)
Metallica ist eine US-amerikanische Metal-Band, die 1981 in Los Angeles gegründet wurde. Die Band gehört zu den erfolgreichsten Rockbands der Welt und hat bislang über 100 Millionen Alben verkauft. Alleine in den USA verkaufte die Band über 57 Millionen Alben und ist damit die siebterfolgreichste Künstlergruppe des Landes. Metallica wurde insgesamt neun Mal mit einem Grammy Award ausgezeichnet.
Neben Slayer, Megadeth und Anthrax zählte Metallica in den Achtziger Jahren zu den "großen Vier" des Thrash Metals. Während der Neunziger Jahre öffnete sich Metallica neuen musikalischen Einflüssen wie z.B. Hardrock und Blues, bevor die Band später zu ihren musikalischen Wurzeln zurückkehrte. Am 12. September 2008 erschien ihr neuntes Studioalbum Death Magnetic. Quelle: wikipedia.de
Ganz nebenbei gelten Metallica mit ihrem 1983 veröffentlichten Album "Kill ‚em All" als Erfinder des Thrash Metal. Außerdem dachte ich, sie wären eine Bay Area Band aus SF, aber so kann man sich täuschen.
Aber zur CD:
"That Was Just Your Life" beginnt mit den Tönen eines wummernden Herzen, bevor die Gitarre einsetzt, und während diese zunehmend kraftvoller wird, verschwindet der Herzschlag im Hintergrund fast unmerklich.
Lars Ullrichs Doublebass erscheint etwas lahm, dafür stechen die Drums den gesamten Song über hervor und der Gesang wird an die Rückwand gedrängt.
Der Übergang zu "End Of The Line" ist fließend, zwischen den beiden Songs ist keine merkliche Pause. Kirk Hammett's Riffs sind hier stärker, aber Hetflieds Stimme steht weiterhin nicht im Vordergrund.
"Day That Never Comes" steigt langsam ein. Die vier kommen tempomäßig nicht recht aus der Hüfte, scheinen dies aber dennoch zu versuchen - das "angezogene Handbremse Syndrom". Jedoch ist Hetfields Stimme einfach gemacht für Baladen. Der Song gewinnt zum Ende hin an Tempo und schließt mit längeren Instrumentalpassagen. "All Nightmare Long" hat gleich zu Beginn mehr Biss, endlich mal eine geile Doublebass und schöne Gesangslinien im Hauptteil.
"Suicide & Redemption" ist ein 9:58 minütiges instrumentales Gitarrengesurre, eher ein Stück von der langatmigen Sorte und kann nicht wirklich überzeugen.
Durchweg sind alle Songs überdurchschnittlich lang geraten, teilweise wirken diese unnötig verlängert und hätten auch gerne nach vier bis fünf Minuten enden können. Nicht umsonst ist ein Song nur dann Radiokompatibel, wenn er unter 4 Minuten fasst, denn danach geht der Hörer flöten.
Das Album strotzt von Variabilität und Abwechslungsreichtum, auch wenn die beiden ersten Songs sich noch sehr ähneln. Dennoch vermag es die Aufmerksamkeit des Hörers nicht die gesamte Laufzeit von 1 Stunde 15 Minuten über zu fesseln, aber möglicherweise ist dies auch gar nicht gewollt. Am Ende fehlt der gewisse Kick.
"Death Magnetic" ist immer noch Metallica, sie haben sich nicht neu erfunden, sind aber auch nicht zu ihrem alten Kultstatus zurückgekehrt. Wirkliche Highlights bieten sie auf ihrem neunten Album nicht, aber es gibt auch keine Tiefpunkte - wenn man nicht das ganze Album als einen solchen bezeichnen will. Bester Song: "All Nightmare Long" - in der ersten Hälfte.
Fazit:
Old School Thrash ist schon ein bisschen lahm. Mit den Ansätzen von Back To The Roots taten Metallica sich einen Gefallen, wenn auch sicher ein bisschen mehr Tempo drin gewesen wäre. Oder sind sie dafür schon zu alt?
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