Mael Mórdha - Manannán
1. Through The Lungs Of The Dead2. The Summoning
3. The Doom Of The Races Of Éire
4. Our Ancestors Dwell Here
5. Manannán
6. A Nation In Ruins
7. The Geadhelic Twillight
8. Back To Éire I Go With A Heavy Heart
Mael Mórdha (ausgesprochen: Mail Moor-ah) war König der Provinz Leinster im alten Irland. Er führte 1014 seine verbündeten Streitkräfte gegen den Hochkönig Irlands Brian Ború und dessen Armee an. Die Schlacht von Clontarf, welche Irlands Wiesen mit Blut tränkte, endete mit dem Tod vieler tausend Krieger, des Königs, seinen Söhnen und dennoch mit einer Niederlage Mórdhas. Danach zerbrach das Land wieder in rivalisierende Teilkönigreiche, welche über Jahre von blutigen Machtkämpfen erschüttert wurden.
Soviel zum Geschichtskurs, die Band, die den Namen Mael Mórdhas weiterträgt, kommt von der grünen Insel und erschaffte sich mit ähnlichem Kampfgeist ein eigenes Musikgenre: ‚Gaelic Doom Metal'. Zwei Alben haben sie schon veröffentlicht, zum einen 2005 ‚Claain Tarbh' - benannt nach eben dieser großen Schlacht und 2007 ‚Gealtacht Mael Mórdha', welches den gequälten Geiste des großen Krieger beschreibt. Nun kommen wir zum aktuellem Werk ‚Manannán'. Diesen Namen trägt der irische Gott des Meeres. Und für dermaßen viel Kreativität und Historie gibt es von mir vorab schon einmal plus Punkte.
Der Opener ‚Through The Lungs Of The Dead' beginnt treibend im Midtempo und man hat das unbehagliche Gefühl auf eine drohende Schlacht eingeschworen zu werden. Dennoch bollert der folgende Song ‚The Summoning' nicht darauf los, sondern erinnert eher an ein etwas heftigeres Klagelied, ehe er an Speed gewinnt und sich episch aufbauscht. Dankbarerweise kommt danach Schwung in das Ganze. ‚The Doom Of The Races Éire' kann sich dank mitreißender Hooks und irischem Volkinstrument erfolgreich abheben.
Im Übrigen mag viel über Sänger Roibéard Ó Bogail und seine stimmlichen Leistungen philosophiert werden, aber zum einen versteht man den Herrn und er rotzt einem nicht nur das Ohr voll und zweitens bringt er den Spagat zwischen Ceanvocals und Growls gut hin - auch wenn ich ihn in Letzterem besser finde.
Über die Länge durchzieht das Album ein immer etwas theatralisches, aber durchaus auch starkes Band. Die Magie klassischer irischer Instrumente wird gekonnt in den Songstrukturen verwebt und gibt den Songs etwas mit, so dass man ihnen die Geschichtsträchtigkeit durchaus abnimmt und teilweise gebannt lauscht, beinahe eher wie bei einem Hörbuch. Die starken Melodien sind sicherlich nicht für jeden etwas, unterscheiden sich jedoch ganz deutlich von vielen anderen Stilen. Die fünf Krieger gewinnen zwischendrin ganz schön an Fahrt und trotz aller Geschichte und Erzählungen gibt es klar Metal zu hören.
Auch zum Ende hin lässt einen das nur schwerlich los, so braust der letzte Track ‚Back To Éire I Go With A Heavy Heart' donnernd auf und reist noch einmal alles mit. Der Einsatz der Flöte trifft genau das Herz der Sache. Ganz klar ein gutes Album, zwar mit Ecken und Kanten, aber ich fürchte die müssen da sein. Hier sollte man wohl selbst rein hören und schauen ob der Funke überspringt.
Im Übrigen solltet ihr mal die Gelegenheit bekommen diese Krieger live zu sehen, dann nichts wie hin - ihre live Shows sind berüchtigt.
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