Machine Head - Unto The Locust
01. I Am Hell02. Be Still And Known
03. Locust
04. This Is The End
05. The Darkness Within
06. Pearls For Swine
07. Who We Are
Eigentlich sollte Machine Head jedem ein Begriff sein, irgendwie zumindest. Dennoch in Kurzfassung:
1992 gegründet und mit diversen Konzerten in der Bay Area einen Namen erspielt, kam 1994 mit „Burn My Eyes“ der absolute und internationale Durchbruch. Seitdem folgten sechs weitere Alben, „Unto the Locust“ eingeschlossen. Und jedes Mal zittern die Fans, den die Band feilt und variiert immer und beständig an ihrem Sound und man ist sich nie ganz sicher was einen nun erwartet.
So gab es boshafte Enttäuschungen, für einige, kleine Abstriche für andere und immer wieder Highlights der Extraklasse. Im letzten Album fand sich dann (wieder) ein Meisterwerk, was seines Gleichen sucht.
Und da muss es weiter warten, denn auf all den Soundwänden und Extremen, die einen auf „The Blackening" geboten wurden, baut die Band nicht weiter auf, sondern formt mit der aktuellen Scheibe einfach ein weiteres Machine Head Denkmal.
Mit sieben Tracks auf dem Album wird klar, dass die Mannen den Durchschnitt von sieben Minuten pro Song weiter locker halten, verändert hat sich der Sound jedoch. Begonnen wird mit sakralem Gesang und geendet mit Streichern und Kinderchor, dazwischen gibt es Musik auf ganz hohen Niveau.
Die Titel sind kompakter und melodischer – was bei Machine Head Hand eingängig in Hand mit fetten Riffs und derben Dopple-Bass-hämmern geht. Das Unbändige von „Burn My Eyes“ vermischt sich mit der Wirrungen von „The Blackending“, etwas entschlackt, dafür präsentiert sich Frontmann Robb Flynn in Bestform und zeigt, dass Clear Vocals nichts Zartes sein müssen.
Die Songs wachsen und reißen einen mit, nebst den sich ins Ohr fressenden Gitarrensoli kommen die Texte, die einen schnell in den Bann ziehen und mitsingen lassen. Teil melancholisch, mechanisch wie auf „I Am Hell“, mal tiefgründig und nachdenklich wie auf „Who We Are“ – wo wir auch noch einmal zum Kinderchor kommen - ja, der ist wirklich da – Herrlich schief und damit direkt auf Gänsehautkurs, spätestens bei den Streichern.
Wahrscheinlich schütteln jetzt einig ungläubig den Kopf und wissen so gar nichts mit meinen Beschreibungen zum Sound anzufangen. Keine Sorge es ist Machine Head, genau 58 Sekunden braucht „Unto The Locust“ um das zu beweisen. Die restlichen 48 Minuten gibt es einen spitzen Song nach dem anderen.
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