Leaves' Eyes - Njord
1. Njord2. My Destiny
3. Emerland Island
4. Take The Devil In Me
5. Scarborough Fair
6. Through Our Venus
7. Irish Rain
8. Northbound
9. Ragnarok
10. Morgenland
11. The Holy Bond
12. Frøya's Theme
Leaves' Eyes ist wohl eines der Aushängeschilder im Gothic Metal Bereich. 2003 gegründet, wurden bereits 2004 und 2005 die ersten beiden Alben veröffentlicht. Nun steht nach einer ungewöhnlich langen Zeit das ersehnte dritte Werk der internationalen Truppe in den Startlöchern.
Wieder einmal steht Liv Kristines Gesang im Mittelpunkt der Stücke, ohne aber zu sehr in den Vordergrund gestellt zu werden. Bei der Produktion zeigt sich "Njord" unglaublich homogen und ohne jeden Hang bestimmte Elemente zu unterdrücken oder herauszustellen. Gesanglich scheint Liv noch einmal einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht zu haben. Wirkte ihre Stimme in der Vergangenheit bisweilen fast piepsig, so präsentiert sie sich nun deutlich kraftvoller, weicher und facettenreicher. Unterstützt wird sie hierbei eher sporadisch von Alex Krulls Growls welche so dezent eingesetzt werden, das man Leaves' Eyes immer noch als reine Gothic Metal Band mit Femalvocal bezeichnen kann.
Innovatives oder grundlegend Neues wird man auf "Njord" zwar nicht finden, dafür wurden aber die Stärken der Band noch weiter ausgebaut. Einmal mehr wird der Hörer auf eine Mythen und Sagenreise in den hohen Norden geführt, in der sich alles um Götter, Wikinger und Geschichte dreht. Durch den Einsatz von Chören und Orchester wird dabei eine Atmosphäre aufgebaut, welche es den gewillten Anhänger erlaubt dieser Reise nicht nur akustisch, sonder auch gefühlsmäßig zu folgen.
Insgesamt zwölf Songs führen durch die nordischen Welten, 14 auf der Limited Version, und funktionieren sowohl einzeln betrachtet, als auch im Gesamtbild. Mal bombastisch, mal episch, dann wieder treibende Doublebass. Leaves' Eyes zeigen, wie man verschiede Elemente vermischt ohne einen Einheitsbrei zu erzeugen und beweisen einmal mehr, warum sie eine der erfolgreichsten Bands des Genres sind.
Wer auf symphonischen Gothic Metal steht wird an "Njord" nicht vorbei kommen.
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