Kiuas - Lustdriven
1. Kiuassault2. Cry Little Angle
3. Of Love, Lust And Human Nature
4. Aftermath
5. Lights Are Many
6. The Visionary
7. Heart And Will
8. The Quickening
9. Summer's End
10. Winter's Sting
Das neue Kiuas Album ist da - endlich! Nach 10jähriger Bandgeschichte präsentieren uns die Herren aus Helsinki / Finnland einen Kracher des Power- und Bombastmetal.
Da der Vorgänger The New Dark Age zu meinem Lieblingscds gehört(e), musste ich beim ersten Umlauf des Neulings erst einmal gehörig schlucken. Die Band hat sich entwickelt - mehr Power, mehr Symphonic und mehr Bombast, weniger Thrash und Death, dafür aber Einflüsse mexikanischer, spanischer und griechischer Folklore.
"Lustdriven" ist kraftvoll von Beginn an, Mikko Salovaaras melodiöse Gitarrenriffs werden von Markku Närenevas mächtigen Drums getrieben. Vor dem allen steht Ilja Jalkanens einzigartige Stimme. Vereinzelt scheint diese jedoch im Instrumentenbombast verschluckt zu werden. Neu ist auch, dass Kiuas jetzt mit Atte Tanskanen einen Fulltime Keyboarder beschäftigen, dessen Kunst für meinen Geschmack etwas überdimensioniert eingesetzt wird.
"Lights Are Many" jedoch hat genau die Richtige Portion Pianoparts. Die Ballade überwältigt mit atemberaubenden Gitarren und schreit förmlich nach Feuerzeugen.
"Of Love, Lust And Human Nature" überrascht durch mit an ein Gruselkabinett erinnernde Keys und einem Flüstergesang im Wechsel mit symphonischen Elementen.
Insgesamt bietet "Lustdriven" große Arrangements, in Ansätzen ist das Album in der Gesamtbeschau jedoch fast schon zu pompös. Was anfangs absolute Begeisterung bei mir hervorrief, wird im Verlauf der CD anstrengend, too much, überarrangiert. Im direkten Vergleich zu "The New Dark Age" wirkt "Lustdriven" dabei schon eher weichgespült, besticht aber wieder durch Eingängigkeit, mitreizende Refrains und unvorhersehbare Überraschungen.
"Lustdriven" und ich werden noch etwas Zeit miteinander verbringen um gute Freunde zu werden. Dennoch sollte diese CD in keiner gut sortierten Metalsammlung fehlen.
Und immer die Ohren offen halten, von diesem finnischen Hügelgrab werden wir noch etwas hören!
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