Killface - Faceless


1. Dysfunctional
2. Miserable
3. Years Of Gore
4. Hacked To Death

Das Killface sich nicht mit romantischen Popballaden abgeben, mag man vielleicht erahnen. Vielmehr spielen die fünf Herren von der grünen Insel einen Mix aus Thrash und Death Metal und legen mit „Faceless“ dieses Jahr eine vier-Track EP vor.

Song eins auf der Liste mit dem Namen „Disfunctional“ legt dann auch mal kräftig los. Eher im Midtempo angesiedelt, hämmern sich dennoch Drums und Gitarren durch den Track - dabei wird keine Rücksicht auf Verluste genommen. Sänger Brady giftet fies dazu ins Mic, in einer Abstimmung aus Shouts und Growls. Soviel zum Rezept. Abgewandelt und weit schleppender kommt „Miserable“ daher. Langsam wälzt sich der Song voran, von drängenden Riffs angetrieben aus denen sich geschickt immer wieder ziemlich spannende Soli herauswagen. Song drei hingegen zieht wieder mächtig an Tempo an und zeigt sich etwas vielseitiger. „Years Of Gore“ ist mit etwas über sieben Minuten schon ziemlich ausladend und wirkt Phasenweide etwas verloren, aber es kracht mal richtig in der Kiste! „Hacked To Death“ schlägt in die gleiche Kerbe, hat aber mehr Struktur und ist allein des Namens wegen mein Favorit auf der Scheibe. Gut das ausgefeiltere Riffing hat vielleicht auch was damit zu tun und mit dem Mittelteil gibt es für das fiese Lachen sogar einen Bonuspunkt.

Ja, und mit Kobolden hat das Ganze dann doch auch rein gar nichts zu tun – sehr zu meinem Bedauern – aber Killface liefern schon ganz ordentlich ab, sofern sich das über vier Songs so urteilen lässt. Das Songwriting könnte ausgefeilter sein und die einzelnen Tracks könnten hier und da raffinierter sein und einen Tick eigenständiger klingen. Das Fundament ist allerdings stimmig und macht Spaß beim zuhören – beweist „Hacked To Death“.
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