Jettblack - Get Your Hands Dirty
1. Slip It On 2. Two Hot Girls
3. When It Comes To Lovin´
4. Fooled By A Rose
5. War Between Us
6. Get Your Hands Dirty
7. Not Even Love
8. Mother Fucker
9. Sleep
10. Holding
11. Innocence Is Mine
Nein, Jettblack sind mit ihren Gitarren nicht etwa aus Zeitmaschine gefallen, sondern sind beheimatet im Reich der brav winkenden Königin Elisabeth II. Und da bekanntlich Petrus kein Freund der Insel ist und dort gerne seine Wolken ausschütten lässt, kann man schon mal auf komische Gedanken kommen. Oder sich von wettertechnisch freundlicheren Orten inspirieren lassen.
Die Vier wählten dafür die sonnengeliebte amerikanische Westküste und deren Sleaze Rock Gefilde und so kommen mir beim Opener Jettblacks Debutalbums einige markante Gesichter vor Augen.
‚Slip It On' beginnt allerdings um einiges flotter als erahnt und schleift leichte Hard-Rock-Spuren mit. Allerdings merkt spätestens mit ‚Two Hot Girls'auch der Letzte, das hier mehr als nur ‚kleine Einflüsse' bekannter Westcoast Größen auf dem Album anzutreffen sind. Die Briten machen keinen Hehl draus und liefern damit den Testosteron triefend typischen Genresong - und da sie auf ebenso genretypischen 80er Jahre Style Sünden verzichten, will man ihnen die zwei Mädels sogar gönnen und glauben.
Ähnlich geht es weiter und ‚When It Comes To Lovin'' lädt einmal mehr zum Mitsingen ein. Wo wir gerade dabei sind, der Gesang, der einem auf ‚Get Your Hands Dirty' entgegenschlägt, besticht und zwar schlichtweg durch die rauchig, ziemlich unfiepsige Stimme von Will Stapelton. Auch an Gitarre (ebenfalls Stapelton, aber auch Jon Dow), Bass (Tom Wright) und vor allem an den Drums (Matt Oliver) merkt man, dass dort mehr als nur der pure Spaß an der Musik oder gerade dieser Musikrichtung am Werke ist. Die wissen einfach auch ihre Instrumente zu bedienen. Zwar wirkt das nicht immer stimmig und ab und an etwas aufgesetzt, aber es ist ja auch immer noch ein Debut.
Die anderen Songs gehen ebenfalls recht schnell ins Ohr, auch wenn nicht alle dort verbleiben - so ein bisschen fehlt da etwas. Vielleicht ist es das Quäntchen Eigenständigkeit in der Soundfindung, die es sonst noch zu entdecken gilt.
Das etwas ausladende ‚Innocence Of Mine', welches mit 7 Minuten beachtlich lang ist, hat da schon etwas… Nicht ganz greifbar, aber definitiv da...
Okay, meinetwegen hätte der ein oder andere Track etwas mehr Power haben dürfen, auch auf Kosten eines der wirklich guten Gitarrensoli, aber hätte, wäre, wenn - Es haben sich ja schon einige unterschiedliche Rockeinflüsse eingefunden, damit heben sich die Briten schon deutlich von diversen anderen ab.
‚Get Your Hands Dirty' macht Spaß, aber es fehlt zwischenzeitlich das gewisse Etwas um es zum Dauerbrenner zu machen.
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