Jaldaboath - Rise Of The Heraldic Beasts


1. Hark The Herald
2. Calling On All Heraldic Beasts
3. Bash The Bishop
4. Seek The Grail
5. Axe Wielding Nuns
6. Jaldaboath
7. Bring Me The Head Of Metatron
8. Jacque de Molay
9. March To Calvary
10. Da Vinci's Code

Frage eins: Wer kennt schon alles British Heraldic Templar Metal? Und Frage zwei: Wer fabriziert so etwas? Zumindest Frage zwei kann ich beantworten: Jaldaboath. Womit sich aber gleich die nächste Frage auftut: Wer zum Henker ist das?

Also: Grand Master Jaldaboath zog vor langer Zeit aus Gefährten zu finden um dem Weg des Troubadours zu beschreiten. Es fand sich bald Sir Brodrik, welcher sich mit seinen Recken dem Master anschloss und wenig später trafen diese den Mad Monk. Dieser seinerseits war damit beschäftigt, frommen Christen mit vielerlei Schabernack das Leben schwer zu machen. Alles soweit klar?
Die musikalische Truppe, welche sich daraus fand, nannte sich Jaldaboath und das Debüt, welches die Herren unter ihrem Banner tragen, hört auf den Namen ‚Rise Of The Heraldic Beasts'.

Soviel dazu. Auf der Scheibe findet sich eine gelungene Mischung aus Folk Metal, Comedy und einer gehörigen Portion Irrsinn. Wer des Englischen mächtig ist wird sicherlich seinen Spaß an den Texten haben. Gitarren, Drums und allerlei Gefidel und Getröte untermalen diesen dann. Gerade zu Beginn bei ‚Hark The Herald' muss man schon einiges einstecken und bewegt sich eher schunkelnd als irgendwie sonst zur Musik - vielleicht noch im Kreis hüpfend. Das ist allerdings keineswegs negativ; dank humoristischen Einschlags ist das schon ein gelungener Einstieg. Zu ‚Bash The Bishop' hingegen zeigen die Briten durchaus sogar groovige Soundstrukturen und natürlich einen herrlichen Text, hier sollte das Mitsingen dann auch leichter fallen.
Aber es geht unter anderem durchaus in Richtung Metal, zum Beispiel ‚Seek The Grail' zieht ordentlich Tempo an - auch wenn zwischendrin wieder kurzweilig geschunkelt werden darf.
So ziehen die drei Herren durch ihr musikalisches Werk - nur ‚March To Calvary' ist ein etwas anderer Song. Eindringlich und weniger melodiös und damit ein perfekter Übergang zum letzten Track des von ‚Rise Of The Heraldic Beasts': ‚Da Vince's Code' - nun ist man endgültig beim Metal angekommen. Dunkel wird es und die Stimmlage befindet sich einmal mehr im Bereich der tiefen Growls.

Also, ich vermute nun mal fies, dass Tröten und Fideln dem Keyboard entsprungen sind, aber was soll's, dank Monty Pyton Humor und Spaß an der eigenen Sache macht die Scheibe gute Laune. Leider vermute ich ebenso, dass das Album auf Dauer an Spaß verliert, was zwar Schade ist, aber Witze haben leider auch ein Verfallsdatum. Dennoch ist das Album sicherlich für denen einen oder anderen ein Haben-muss, zumindest für alle die was mit dem Mittelalter und schrägen Humor anfangen können. Außerdem klingt es schon extrem wichtig eine Scheibe mit Britsh Heraldic Templar Metal in der Sammlung zu haben.

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