Helstar - Glory Of Chaos
01. Angels Fall To Hell 02. Pandemonium
03. Monarch Of Bloodshed
04. Bone Crusher
05. Summer Of Hate
06. Dethtrap
07. Anger
08. Trinity Of Heresy
09. Alma Negra
10. Zero One
Es gibt Bands, die überdauern die Jahrzehnte. Helstar ihrerseits machten bereits 1982 die US-Metallandschaften unsicher und wurden für den einen oder anderen zum Kult. 1990 gab es das vorläufige Aus, fünf Jahre später das Wiederfinden und ein wieder Trennen und dann mal ein Live Album welches 12 Jahre alte Aufnahmen zu Tage brachte. Studioaufnahmen und Alben gab es zwischendrin auch und das neueste Werk der Texaner erblickt nun das Tageslicht. Es trägt den durchaus passenden Titel ‚Glory Of Chaos'.
Es wenig Skepsis mag anhand dieser Wirrungen und Irrungen angebracht sein, allerdings schwinden diese merklich zu den ersten Klängen von ‚Angels Fall To Hell'. Nach einer angenehmen ruhigen Einleitung gibt es Gitarren - ungebändigt und kraftvoll. Ein krachendes Riff jagt das nächste und Sänger James Rivera giftet mit ihnen mit. Der Opener wie er im Buche steht.
Auch danach geht es nicht minder turbulent weiter. Zu ‚Monarch Of Bloodshed' hämmert es zuerst aus den Boxen, allerdings mausert sich das immer mehr zu kleinen feinen Soli. Der Band geht es weniger um Eingängigkeit als eher um die Musik als solche, heißt es. Gut, das mag ich unterschreiben, dennoch klingt es sehr apart und sicherlich für das Metal geübte Ohrs durchaus zweckmäßig.
James Rivera hat auch das unverschämte Glück eine etwas ungewöhnliche, teils etwas hohe, aber dadurch sehr markante Stimme sein eigen nennen zu dürfen. Außerdem passt diese sich einwandfrei ins Gesamtbild und ist dermaßen kraftvoll, dass sie in dem zeitweiligen Sturm der Gitarren nicht untergeht, sondern sie nur noch mehr antreibt. So zum Beispiel in ‚Summer Of Hate' oder auch in ‚Dethtrap'.
Unerwartet ruhig wird es mitten in ‚Trinity OF Heresy' - etwas ungewohnt und überraschend, es ist berührend und es zeigt noch einmal kurz eine weitere Facette der Band, ehe die von einem der genialen Gitarrensoli hinweggefegt wird. Daraufhin wird weiter ordentlich gewettert und so schließt das Album mit ‚Zero One' unerwartet leise und gefühlvoll ab.
Charmant, charmant was einem beinahe zwanzig Jahre nach Bandgründung von Helstar vorgelegt wird. ‚Glory Of Chaos' ist ein Album welches stilistisch die Elemente des Metals der Achtziger vertritt, sich aber selbst in die Moderne katapultierte. Ob es für einen weiteren großen Schlag ausreicht bleibt abzuwarten, gutes Material ist es allemal und gehört eigentlich auch in die Metalsammlung.
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