Havok - Time Is Up
01. Prepare For Attack 02. Fatal Intervention
03. No Amnesty
04. D.O.A.
05. Covering Fire
06. Killing Tendencies
07. Scumbag In Disguise
08. The Cleric
09. Out Of My Way
10. Time Is Up
Erst 2009 brachten die in Denver beheimateten Havok ihr Debut Album ‚Burn' auf den Markt. Ein Jahr drauf folgt nun schon Album zwei: ‚Time Is Up'. Mag dem einen oder anderen etwas flott erscheinen, aber die Jungs müssen halt was mit der Welt teilen und nach dem fulminanten Debut wartete die Fangemeinde schon sehnlichst auf den Nachfolger.
So ist ‚Prepare For Attack' nun der erste Song, der einem entgegenschlägt und der verspricht einem eine Menge Thrash für die nächsten neun Tracks. Als Opener ist das jedenfalls der perfekte Einstieg: Gitarren, die um die Wette geifern und fulminantes Drumming. Ach, und Vocvals gibt es natürlich auch, von David Sanchez nämlich. Und wer nun dachte, er wäre auf alles gefasst, irrt sich, denn gleich einen Song weiter gibt es mehr auf die Mütze. ‚Fatal Intervention' ist der Inbegriff des ‚Mosh-Pit-Songs' - still stehen (oder wahlweise sitzen) ist bei Havok eh beinahe unmöglich, hier werden aber sämtlich Regionen im Hirn für Bewegung und Gezappel gleichzeitig angesprochen.
Dabei gehen die Jungs eine Ecke komplexer ans Werk als viele Genre Kollegen, büßen dafür allerdings eine Winzigkeit an Aggression ein. Im Sound der Jungs aus Denver nehmen die Gitarren einen sehr dominanten Part ein. Mitunter wahnwitzig schnell und mit überraschenden Tempowechseln. Mit den ausgefeilten, teils etwas verspielten Soli kommen sie allerdings noch spannender und innovativer daher. Das Drumming hingegen bewegt sich in Geschwindigkeiten, die man teils nur noch erahnen kann und das ganz ohne alle anderen Elemente der Band wegzufegen und trotzdem stark genug um einen vibrieren zu lassen.
Die Instrumente beherrschen sie, daran besteht kein Zweifel und auch beim Songwriting haben sie einiges zu bieten. Auch die Vocals sind nicht zu beanstanden, durchaus mit der angemessenen Portion Aggression versehen, aber dennoch verkneift Herr Sanchez es sich einen permanent ins Ohr zu kreischen.
Wer Interesse hat und der Sprache mächtig ist, wird den Lyrics sicherlich auch ohne Booklet folgen können und so die richtigen Punkte für das Erheben der eigene Stimme zur lautstarken Unterstützung finden.
Also was heißt das in der Zusammenfassung? Havok aus Denver machen Thrash Metal und das machen sie trotz beachtlicher Entfernung zur Bay Area verdammt gut. Ihr Sound ist eigenständig und innovativ.
Und für alle die es kürzer wollen: Fettes Drumming und Gitarren, die einfach wahnsinnig viel Spaß machen. Reinhören und Geldbeutel zücken!
<<-- zurück / back
9 / 10