Hateskor - Paint My Fear
01. Far Beyond The Stars02. Mirror's Eye
03. My Inferno
04. Ten Days, Ten Nights
05. My Golden Void
06. Pool Of Decadence
07. The Curse
08. Tears Of Fire
09. Where They Belong
Hateskor kommen aus Spanien, machen Melodic Death Metal und werden immer wieder mit diversen Größen aus der entsprechenden finnisch Musikszene verglichen. Dort wurden die Songs des Albums, nach dem Einspielen in Spanien, auch abgemischt und letztendlich von OBITUARY-Producer James F. Murphy in den USA veredelt. Weite Reise für so ein paar Noten.
Sollten wohl alle Musiker mal in Betracht ziehen, denn was sich hier zeigt ist ziemlich einwandfrei – und das obwohl der Markt in dieser Richtung gern mal überquillt.
„Paint My Fear“ – so heißt das Werk der erst 2010 um Alex Skorza gegründeten Band und es beginnt schnell, extrem schnell. Eigentlich wie man es erwartet, sofern man nach den ersten fünf Sekunden noch schafft sich an seine Erwartungen zu erinnern. Mit „FarBeyond The Stars“ ist eigentlich alles gesagt, schnelle harte Riffs in Zusammenspiel mit viel Melodie, dazu wird im Hintergrund gekonnt ein Schlagzeug zerlegt, fühlt sich zumindest wahrscheinlich so. Hauptohrenmerk liegt aber eher auf Keys und Gitarren die sich in diesem Fall großartig ergänzen (Ja, alles gut, die Keys haben hier Existenzberechtigung).
Gesanglich ist McLeod auch auf einer guten Linie, es gibt sicherlich Genrekollegen mit prägnanteren Stimmlagen, aber an sich passt es.
Auffallend ist Tatsache das sehr präsente Keyboard, welches mitunter hauptverantwortlich für die Melodienstränge ist, während sich die Gitarren mehr auf hartes Riffing und präzise, eingängige Soli konzentrieren. Zeugnis hierfür legt „My Golden Void“, wo man von beidem beinahe weggeblasen wird, in herrlicher Einigkeit. Manchmal gerät die Sache etwas in Schieflage und neigt zum Kitsch, aber die Gitarren schieben dem meist recht schnell einen Riegel vor und holen zurück auf den simplen Riffboden der Tatsachen. Abwechslung ist auch geboten, trotz beständiger Geschwindigkeit: Wir begrüßen „The Curse“ – mit reichlich Tempowechseln und Effekten gesegnet innerhalb des ersten Durchlaufes mein Lieblingssong. Hier zeigt sich was eigentlich im ganzen Album klar wird: Liebe zum Detail, Geschick beim Songwriting und Handhabe bei den Instrumenten. Da übersehe ich auch schnell noch mal das manchmal etwas untergehende Stimmchen.
Fassen wir zusammen, ehe das hier ausartet: Fünf Mannen aus Spanien, Musikrichtung Melodic Death – und das mehr als anständig, Vergleiche zu diversen Finnen dürfen zwar gezogen, müssen aber oft auch wieder revidiert werden. Neu ist das Rad unüberraschender Weise nicht erfunden worden, aber hier finden wir doch ein wahres Schmuckstück in der Kiste. Einige Kollegen können sich hier Scheiben abschneiden, ja gleich mehrere.
Freunde eben der einschlägigen Finnland Fraktionen wird empfohlen mehr als dringend reinhören und alle anderen sollten sich den Gefallen auch mal tun.
Hateskor are:
Guitar: Alex Skorza
Drums:Raulicio
Bass: Carlos Resina
Keyboard: Ismael Filtho
Vocals: McLeod
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