Finger Eleven - Life Turns Electric
01. Any Moment Now 02. Pieces Fit
03. Whatever Doesn’t Kill Me
04. Living In A Dream
05. Good Intentions
06. Stone Soul
07. Ordinary Life
08. Don’t Look Down
09. Famous Last Words
10. Love’s What You Left Me With
Finger Eleven veröffentlichen mit ‚Life Turns Electric‘ ihr mittlerweile sechstes Studioalbum und sind in Europa und damit auch in Deutschland immer noch weitgehend ein unbeschriebenes Blatt. Zwar kamen die Kanadier als Support von Kid Rock Ende 2008 auf den alten Kontinent, aber danach wurde es hier wieder still um sie. Dabei waren sie gar nicht untätig und arbeiteten nach ihrer Rückkehr nach New York fleißig am nun vorliegenden Album und sammelten nebenbei die eine oder andere Auszeichnung in ihrer Heimat und Wahlheimat ein.
Auf diesem besagtem Album befindet sich, ganz in Sinne ihres Stils, eine alternative Rockmischung, die durchsetzt von diversen weiteren Stilrichtungen ist. Schon der Begin mit ‚Any Moments Now‘ geht gut ins Ohr und dank ihrer durchweg guten und immer öfter tiefschürfenden Lyrics, bleibt man auch gern hängen. Keine Sorge Hörspaß gibt es auch mit eben diesen Texten, denn die Melodien orientieren sich gerne an vergangenen Hardrockzeiten und reißen einen daher immer wieder mit. Diese Melodieläufe sind von der Band detailverliebt ausgearbeitet und wirken so unglaublich facettenreich. Dabei kommen weder Gitarren, Drums noch Bass zu kurz und dürfen ihrerseits auch mal etwas intensiver den Klang von Scott Andersons Stimme unterstreichen.
Okay, wir werden nicht darum hinkommen zu bemerkten, dass der Sound sicherlich auch gut zum Kommerz gedreht ist, allerdings verzichtet er dabei auf die üblichen glattfrisierten Soundstrukturen. Meinetwegen dürfte man von der Kommerzschiene gerne etwas abkommen und schauen was dabei heraus kommt, aber lassen wir das.
So wie es ist, ist es definitiv nicht schlecht. Mit ‚Pieces Fit‘ kommt sogar etwas mehr Schwung in die Bude und eine mitreißende Hookline läd zum Mitwippen ein. Herrlich und deswegen unbedingt zu erwähnen ist ‚Stone Soul‘ – der Song an dem sich sicherlich die Geister scheiden. Dermaßen überzogen fröhlich, dass zumindest ich mich permanent und ausgiebig mitfreuen kann. Die obligatorische Ballade bieten die Kandier auch, obwohl ‚Love's What You Left Me With‘ mit minimalen Instrumenteneinsatz dann doch nicht zu den klassischen Balladen gehören wird.
Also alles in allem ein gut zu hörendes, ins Ohr gehendes, über dem Durchschnitt, dennoch seichtes Album. Mit guten Texten und interessantem Sound.
Bei diesen Jungs lohnt sich wohl echt ein Reinhören. Außer für die, welche mit alternativen Rock Sounds sowieso nichts am Hut haben. Alle die sich durchaus mit leichteren Klängen, aber dennoch anspruchsvoller Musik anfreunden können sind hier sicherlich richtig.
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