Five Finger Death Punch - American Capitalist


01. American Capitalist
02. Under And Over It
03. The Pride
04. Coming Down
05. Menace
06. Generation Dead
07. Back For More
08. Remember Everything
09. Wicked Ways
10. I'll Fall
11. 100 Ways To Hate

Mit „American Capitalist“ veröffentlichen die Fünf nun ihr drittes Album, also das „Hop oder Top“ Album. Seit 2005 suchen sie sich bereits ihren Weg durch die einschlägige Metalszene und mussten im letzten Jahr einen weiteren Line-Up Wechsel vollziehen. Bassist Matt Snell verließ die Band, seinen Part übernahm Chris Kael, der ziemlich schnell Anklang bei den Fans fand und sich auch gleich auf dem neuen Silberling verewigen durfte.

Nun aber mal zum wesentlichen: Mit dem Cover kann, muss man sich aber nicht anfreunden. Es hält den gewohnten Stil, in Richtung Comic abgedriftet und wird von Knucklehead persönlich geziert. Trotz hübscher Frauen und gelber Sportwagen kein Kunstwerk, aber es geht ja auch um die Musik.
Der Opener „American Capitalist“ verschwendet keine Zeit und hämmert mit fetten Riffs die Boxen in den ersten 15 Sekunden aus dem Weg. Mit dabei sind die bekannten und grandiosen Gitarrensolos von Bandgründer Zoltan Bathory und Jason Hook. Auch Ivan Moodys zeigt sich sogleich von seiner Schokoladenstimmenseite und wandert auf einem feinen Grad zwischen rauen Growls und melodischem Gesang – und das mit Erfolg. Voran getrieben wird diese Kombination von den donnernden Drums, welche einigen durchaus zu viel sein könnten - ich allerdings liebe das.
Ruhiger wird es erst mit „Coming down“, hier ist Moodys Stimme wieder im Fokus, bekommt aber von den zerrenden Gitarren harte Konkurrenz geboten. Der Gesang wandelt clean zwischen beinahe gebrechlichen, melodiösen Einsätzen zu harten Growls.
Die Songs haben natürlich auch alle den berühmten „Mitsing(-gröhl) Part, der sich brav in die Ohren frisst und sogar ein klein wenig mehr Variabilität in den Songstrukturen mag ich ausmachen können. So kommt „Generation Dead“ mit einem Wahnsinns Groove daher. Ganz leise und unerwartet. Während „Remember Everything“ nicht nur eine obligatorische, sondern eine klassische, eingängige, gitarrenlastige Ballade zeigt.
Etwas anders ist da der Song „The Pride“: Kann man duzende American Labels aneinander reihen und daraus einen Song machen? Und diesen dann auch noch gut klingen lassen? Ja.

Was heißt das also im Gesamtpaket? Im ersten Durchlauf lief die Scheibe komplett an mir vorbei und ich war mir sicher noch nie so etwas Langweiliges gehört zu haben. Was auch immer ich gehört habe, ich fürchte es war nicht dieses Album, denn jetzt wo meine Ohren sich auf die Musik besinnen, höre ich die gewohnte Vielseitigkeit der fünf Amerikaner, ihre Melodiestränge, die harten Riffs und die gestochenen Solos. Es sollte reingehört werden.

Five Finger Death punch are:
Guitar: ZoltanBathory
Guitar: Jason Hook
Drums: Jeremy Spencer
Bass: Chris Kael
Vocals: Ivan Moody

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