Funeral For A Friend - Welcome Home Armageddon


1. This Side Of Brightness
2. Old Hymns
3. Front Row Seats To The End Of The World
4. Sixteen
5. Aftertaste
6. Spinning Over The Island
7. Man Alive
8. Owls (Are Watching)
9. Damned If You Do, Dead If You Don't
10. Medicated
11. Broken Foundation
12. Welcome Home Armageddon

Von Funeral For A Friend (FFAF) habe ich schon einmal etwas gehört, aber das ist Jahre her. Kurz nach ihrem Debut muss das gewesen sein, aber scheinbar war ich nicht beeindruckt genug und sie sind in meiner persönlichen Musikwelt nicht wieder in Erscheinung getreten.
Nun präsentieren die Waliser mit einem neuen Basser, Richard Boucher, und ihrem Ex-Bassisten Gavin Burrough am Sechs-Saiter ihr fünftes Studioalbum "Welcome Home Armageddon", welches von Romesh Dodangoda (u.a. Bullet For My Valentine) produziert wurde.
Voller Spannung drückte ich die 'Play' Taste und ließ den neuen Sound - für den die Band nach eigener Aussage nicht nur härter als je zuvor arbeitete, sondern auch neue musikalische Territorien beschreiten will - auf mich wirken.

Eigentlich schade, dass ich dieser Band so lange Nichtbeachtung schenkte, denn irgendwie habe ich das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Ob und in wie weit sich ihr Sound tatsächlich verändert hat, kann ich somit nicht sagen, ich habe aber etwas ganz anderes, "mädchenhafteres" in entfernter Erinnerung.
Das Intro "This Side Of Brightness" macht erst einmal den Eindruck eines Outros, langsam und ambiet geht es los und es nimmt mir vorübergehend die Vorfreude auf die CD. Nachdem ich das gute Stück aber durchgehört habe, weiß ich, dass es sich hierbei um die Ruhe vor dem Sturm handelt - und so still soll es lediglich 44 Sekunden bleiben. Mit "Old Hymns" ballern die Waliser richtig los, die Zweifel an der Scheibe sind weggewischt, auch wenn das Tempo des Songs in der zweiten Hälfte abfällt.
Schnell und rabiat soll es weiter gehen, einziger aus der Reihe fallender Song ist "Medicated" kurz vor dem Finale, bei dem es etwas ruhiger zur Sache geht, aber keine Langeweile aufkommen soll. Eher bringt er den eventuell zuvor nicht mehr ganz so geneigten Zuhörer wieder ins Geschehen und weckt auf für die beiden letzten Stücke.
In guten 40 Minuten bieten Funeral For A Friend einen Alternative-Crossover-Thrash-Punk-Mix, in dem sich auch noch andere Elemente finden lassen. Nicht nur die Linien des Cleargesangs sind eingängig, immer wieder finden sich heraus stechende Gitarrenriffs und unterbrochen wird das Ganze von Shouts in verschiedenen Variationen und einer donnernden Rhythmusabteilung.
Lieblingsstücke sind "Front Row Seats To The End Of The World" und "Sixteen".

Beim ersten Durchlauf erscheint "Welcome Home Armageddon" in der Gesamtbeschau wenig abwechslungsreich mit Hang zur Eintönigkeit, die verschiedenen Elemente lassen sich erst bei einem oder mehreren weiteren Durchläufen erfassen. Besonders lässt sich anfangs der Spannungsbogen im Verlauf der CD eher schwer aufrechterhalten. Dennoch sollte man dem Silberling eine weitere Chance geben, denn Schlecht ist echt was anderes.

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