Evocation - Dead Calm Chaos


1. In the Reign of Chaos
2. Silence Sleep
3. Angel of Torment
4. Boundead
5. Dead Calm Chaos
6. Truth Will Come Clear
7. Dust
8. Protected By What Gods
9. Antidote
10. Tomorrow Has No Sunrise
11. Astray Masquerade
12. Razored To The Bone


Bei Evocation handelt es sich um fünf Jungs aus dem Land des Knäcke und der Selbstbaumöbel, die mit " Dead Calm Chaos" ihr zweites Album präsentieren. Zwischen ihrem Debüt "Tales From The Tomb" und der aktuellen Scheibe liegen fast auf den Tag genau 1,5 Jahre, was an sich noch nichts Besonderes ist. Erwähnenswert wird dieser Zeitraum erst wenn man bedenkt, dass zwischen ihren beiden gefeierten Demos und dem ersten Longplayer 1,5 Dekaden vergangen sind.
Die Band gründete sich 1991 und 1992 sorgten sie mit ihren beiden Demos für Aufregung in der Szene. Doch das war es dann; die Band löste sich auf und es schien so, als hätte der Schwedentot einen viel versprechenden Newcomer noch vor dessen Geburt wieder zu Grabe getragen. Erst im April 2007 erschien der Erstling "Tales From The Tomb" und bekam abermals von allen Seiten beste Kritiken, nicht nur von alten Fans des Elchtods.

Hatten die fünf die Messlatte mit "Tales From The Tomb" bereits hoch gelegt, schaffen sie es, die in sie gesetzten Erwartungen noch zu übertreffen. "Dead Calm Chaos" ist ein echter Death Metal Kracher alter schwedischer Schule, der einem zu keinem Zeitpunkt das Gefühl vermittelt, es mit etwas Altem zu tun zu haben. Evocation beweisen, dass sie es ohne Probleme mit den modernen Vertretern ihrer Zunft aufnehmen können und lassen es richtig krachen. Unterstützung erhalten sie dabei von Anders Björler (At the Gates, The Haunted) und Dan Swanö (Edge of Sanity, Bloodbath).
Der einzige Kritikpunkt der Scheibe, wenn man ihn denn so bezeichnen will, ist das Intro "In the Reign of Chaos". Fast drei Minuten hat der Hörer Zeit, sich auf das, was nun folgt, vorzubereiten. Mit "Silence Sleep" legt das Quintett dann aber gleich los und zeigt, wie 1990er Schwedentod im Jahre 2008 klingen muss. Zwar fehlt auf dem Album ein richtiger Überkracher, aber dies ist angesichts des durchweg hohen Niveaus des Werkes durchaus zu verschmerzen.
Evocation zeigen sich auf Ihrer zweiten Scheibe deutlich dynamischer, abwechslungsreicher und melodischer als auf Ihrem Erstling, lassen dabei jedoch nicht den nötigen Druck und Brutalität vermissen. Der Stil wurde weiterentwickelt und verfeinert, gleichzeitig bestehen aber niemals Zweifel daran, wo die Jungs herkommen. Und so darf der Silberling als echtes Highlight des vergangenen Jahres angesehen werden.
Auch von der Produktionsseite lässt die CD keine Wünsche offen, die Instrumente zeigen stets die richtige Kraftentfaltung ohne dabei zu übermächtig zu wirken und Thomas "Tjompe" Josefsson weiß gesanglich ebenso zu überzeugen.


Fazit:
"Dead Calm Chaos" ist nicht nur für jene, die bereits dem Death Metal verfallen sind, sondern dürfte auch neue Fans ins Lager ziehen und sollte in keiner guten CD-Sammlung fehlen.

<<-- zurück / back