Deep Insight - Sucker For Love
1. Let Me Go2. Dangerous
3. Rock With My Band
4. Sucker For Love
5. Raging Storm
6. Satellite
7. Down To The Fire
8. One Step At A Time
9. Every Minute, Every Second
10. It Kills Me
11. Beautiful To Me
Nach etwa zweijähriger Pause gingen Jukka Nikunen (Vocals), Johannes Ylinen (Gitarre), Ville Kinaret (Drums) und Jore Rantalainen (Bass) aka Deep Insight unterstützt von Tero Roininen (Gitarre, auch auf dem Album vertreten) pünktlich zur Veröffentlichung ihres vierten Longplayers "Sucker For Love" auf Europatournee.
Kein schlecht geplanter Schachzug, wurde dieses Album doch eigentlich nur in Finnland veröffentlicht und konnte so direkt zu den Fans gebracht - und möglicherweise auch gleich mit dem einen oder anderen Autogramm versehen - werden.
Nicht nur als Quintett auf der Bühne konnten Deep Insight überzeugen und ließen die Fans schwerlich still stehen, auch aus der Anlage neben dem heimischen Sofa kommen überzeugende Beats des "Alternative / Indie / Emo Genres", wenn es sich denn überhaupt kategorisieren lässt, was dem Hörer um die Ohren geblasen wird.
Der Silberling lässt sich wohl in erster Linie als Rock-Pop-Scheibe einordnen, wobei dies den zahlreichen Facetten der Jungs auf diesem Album nicht annähert gerecht wird. Die fünf Finnen scheinen eine Art Experimentierkasten für Musiker gefunden zu haben und tobten sich ordentlich aus.
Wer nun aber musikalisches Kauderwelsch befürchtet, der sei beruhigt. Egal ob Rock, Pop, Disco Sounds oder Elektroklänge, alles wirkt stimmig und wohl platziert. Für weitere Abwechslung sorgen auch die Soundstrukturen, sowohl der einzelnen Songs, als auch des gesamten Albums. Mal geht es etwas flotter daher, dann werden wieder ruhigere Töne angeschlagen. Dabei vermeiden es Deep Insight, sich eines festen Schemas zu bedienen, so dass sich beim Hörer keine Tristesse einschleichen kann.
Besonders die ruhigen, langsamen Passagen können überzeugen, da nie das Gefühl aufkommt, dass die Band mit angezogener Handbremse spielt. Und auch von schmalzigem, schnulzigem, bisweilen quietschendem Gesang, wie es manch finnischer Kollege an den Tag legt, bleiben die Ohren verschont.
Besonders gefallen hat mir hierbei "It kills me". Eingeleitet von Klavierspiel wird im Laufe des Songs immer mehr Fahrt aufgenommen, die ruhige Struktur aber beibehalten. Wer es noch balladenartiger mag, sollte sich "Satellite" zu Gemüte führen.
"Sucker of Love" ist ein erstklassiges Rock-Pop Album, das gut 43 Minuten Hörspaß bietet.
Die Songs funktionieren sowohl einzeln, als auch als Ganzes und lassen kaum Schwächen erkennen.
Nebenbei bemerkt:
Wer die Shows in "Europa" verpasst hat, sollte im Mai die Chance ergreifen, sich einen der finnischen Gigs anzusehen. Es lohnt sich definitiv!
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