Debauchery - Germany’s Next Death Metal
01. The Unbroken02. Zombie Blitzkrieg
03. Warmachines At War
04. Animal Holocaust
05. Bloodslaughter Onslaught
06. Germany’s Next Death Metal
07. School Shooter
08. Death Will Entertain
09. Armed For Apocalypse
10. Genocider Overkill
11. Killing Is Our Culture
Seit 2002 machen Debauchery um Thomas Gurrath bereits die Death Metal Welt unsicher. Der Frontmann ist seither nicht nur für seine Musik, sondern auch für ausfallende Album Cover und Bühnenshows bekannt. Letztlich kostete ihn das sogar seinen ‚richtigen‘ Job, was ihm allerdings mehr Zeit für die Musik schenkt. Diese hat er sogleich in das aktuell siebte Album der Band gesteckt, mit dem Namen ‚Germany’s Next Death Metal‘ – allein der Titel bekommt Sympathie Punkte!
Die Scheibe beginnt mit ‚The Unbroken‘ im durchaus lässigen Hard Rock Stil, was Kopfnicken und noch leises Mitwispern einschließt. Was uns zu einer neuen Frage führt: woher bekommt eine Death Metal Band Hard Rock Sound in ihren eigenen? Debauchery spielen nämlich genau genommen ‚Death’n Roll‘ was sich irgendwie absurd liest, aber treffender beschreiben kann man das Wesen von ‚Germany’s Next Death Metal‘ eigentlich nicht.
Die Songs haben starke Schlagseite zum Rock und werden dennoch ausschließlich grunzend von Sänger Gurrath begleitet, dabei behält er sich allerdings vor so verständlich zu bleiben, dass man bei den manchmal doch etwas überzogenen Wiederholungen der Refrains bald mitgrölen kann. Zwischenzeitlich kann der Sound eintönig wirken, weil man schon geneigt ist mal das Ohr wegzuhalten, was aber mehr als Schade ist, denn wenn die Ohren schön da bleiben, hat man durchaus seinen Hörspaß. Lediglich der zum Teil dumpf klingende Sound und die Wiederholungen in den Lyrics verlieren sich.
Dabei variieren Tempo und Hooks schon ganz ordentlich, so ganz greifen kann ich mein Weghören nicht, aber es war da und hinterlässt einen faden Beigeschmack. Ab und an bekomme ich deutlich Assoziationen mit AC/DC, aber ihr Element ist ziemlich geschickt in die ‚Death’n Roll‘ Struktur eingewebt. Dabei wird man das Gefühl nicht los, dass die Band sich selbst nicht zu ernst nimmt und das gibt der Sache eine Leichtigkeit mit, die der Hörer nicht so leicht abschütteln kann – sprich gute Laune bekommt man gratis dazu, wenn man ‚Germany’s Next Death Metal‘ mitsingt oder in Ermangelung an Sangestalent mitsummt oder wippt. Aber es geht doch schon mal ne Gangart härter in die Spur, wenn Gitarren und Drums angezogen werden.
Insgesamt dreht sich da gerade eine ziemlich gute Scheibe in meinem Player, die zwar durchaus ihre Schwächen hat, aber trotz zwischenzeitlichem Schwächeln meiner Ohren überzeugt. Sicherlich wird das nicht allen so gehen, da der Eine oder andere sich vielleicht doch etwas mehr Death wünschen würde oder sonst irgendwas zu meckern findet.
Also dringend mal rein hören und die Ohren aufsperren.
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