Claustrofobia - I see red
01 . Discharge02. War Stomp
03. Minefield
04. Evil University
05. Alarm
06. Raining Shit
07. Don't Kill The Future
08. Our Blood
09. Natural Terrorism
10. I See Red
11. Tiro De Meta
12. Subconscious In Flames
13. Nóia
14. Untitled
15. Beneath The Remains
Bereits seit 1996 widmen sich die vier Herren aus Leme einer Mischung aus Thrash, Death und Hardcore Musik und sind mit dem, was sie da machen, in ihrer Heimat Brasilien bereits mehr als bekannt. So tourten sie schon mit Bands wie Destruction, Soulfly und Sepultura.
Mit ihrem mittlerweile vierten Album strecken sie ihre Fühler auch in Richtung Europa aus - und das brachial mit dem Vorschlaghammer.
Track uno holt mit selbigem auch erst einmal aus und ein brutales Riffgewitter bricht derbe über mich herein. Aggression steht im Raum, nein, eigentlich mäht sie mich gerade nieder. Nebst der vollendeten Aggressivität in den Riffs fallen besonders die harten Drumparts von Caio d'Angelo auf, über die ich ab und an sogar Sänger und Bruder Marcus D'Angelo unwillkürlich überhöre, welcher mich im Übrigen doch irgendwie an Max Cavalera erinnert...
Das Tempo variiert in den Songs und so wird mal ohne Rücksicht auf Verluste losgeschmettert, dann aber wieder kräftig in die Eisen gestiegen und ins ‚gemütliche' Midtempo zurückgefahren. Neben aller Gewalt kommen die Jungs zum Teil aber sehr riffverliebt daher, für manche vielleicht zu viel des Guten, aber jedem das seine - ich finde es gut. Etwas Eigenheit will ja auch Thrashbands gestattet sein.
Schön thrashig wird es dann auch bei ‚Don't Kill The Future', treibende Gitarren und Tempowechsel zeichnen den Song und das Solo macht es komplett. Hier gefallen mir die Vocals besonders gut, die ich davor so sträflich ignoriert habe, einen richtigen Grund gibt es dafür aber eigentlich keinen.
Bevor man mit dem beinahe obligatorischen Cover "Beneath The Remains" von Sepultura entlassen wird, gibt es noch "Nóia" - der Song dessen sicherlich einziges Ziel es ist einen in den Wahnsinn zu treiben. Pling. Pling. Pling.
Aber abgesehen von diesem fiesen Versuch von einem Stückchen Musik ist der Rest eine gelungene Mischung aus den Elementen Thrash, Death und Hardcore. Wer sich mit den Großen oben genannten Bands anfreunden kann, sollte dringend mal hinein hören, hier gibt es frisches Blut.
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