Buffet Of Fate - Thicker Than Blood


1. Intro
2. Broken Into Pieces
3. She
4. Forgiveable
5. Viva In Revolution
6. Thicker Than Blood
7. Deserve To Cry
8. Enough
9. The Last Day
10. She Unplugged

Buffet Of Fate sind aufstrebende Talente am deutschen Metalhorizont, die in Teilen erstaunlich ausgereift für ihr Alter klingen.
Drummer Simon und Gitarrist Peter fanden sich bereits 2005 zusammen und verbrachten ihre Freizeit mit dem Nachahmen bereits vorhandener Musik. Selbst sagen sie, dass sie damit Zeit und Energie auf sinnlose Art und Weise verschwendeten, aber letzten Endes führt in der Musikbranche der steile Weg nach oben nur über Können und irgendwo muss man den Pfad namens Übung einschlagen. Komplett wurden Buffet Of Fate schließlich gegen Ende 2007, als Adam als zweiter Gitarrist zu Band stieß - Bassist George und Sänger Jan stiegen zwischenzeitlich ein.

Die unterschiedlich geprägten Musikvorstellungen der Fünf kombinierten sich zu einem einzigartigen Stil und der kontrastreiche Sound macht die Band bis heute aus - in den eigenen Songs, die sie mittlerweile schreiben und spielen.
Ihre Musik ist facettenreich und nicht nur das Intro trennen musikstilistische Welten von den folgenden Stücken, auch diese sind untereinander sehr abwechslungsreich.
Die unvoreingenommene Hörerin wundert sich anfangs, was das wohl werden mag, nachdem die CD ihren Weg in den Player fand - rechnete sie doch mit einer Metalscheibe und wurde mit "Brocken Into Pieces" davon überzeugt, sich nicht vergriffen zu haben. Während hier eine Mischung aus Growls und Cleans überzeugt, wird bei dem eingängigen, leicht mitzusingendem Ohrwurm "She" lediglich auf Cleans zurückgeriffen, bei denen sich jedoch ein deutscher Akzent im Englischen nicht überhören lässt.
Neuer Schwung erklingt mit swingartigen, teils karibisch anmutenden Intrumentalteilen gemischt mit ordentlichem Geballer bei "Forgiveable" und auch der individuelle Stilbruch der Gitarrenriffs des "Viva In Revolution" verleihen frischen Wind.
Ab "Thicker Than Blood" versagt aus mir unerklärlichen Gründen mein Player immer wieder, weshalb ich mich zur zweiten CD Hälfte leider nicht äußern kann.

Wenn Buffet Of Fate in Teilen erstaunlich ausgereift wirken, sind da noch andere Teile - und diese finden sich unter anderen in den Clean Vocals, die gelegentlich etwas schwach herüber kommen und auch nicht immer den Ton treffen. Die sonst überaus präzise Doublebass wirkt vereinzelt etwas schleppend und die gesamte Rhythmusabteilung schleicht in diesen Parts leise hinter den Gitarren hinterher. Jan's Crowls reißen einen jedoch in absolut positiver Art vom Hocker.

Ich frage mich, warum ich nicht eher schon einmal in diese Band hineingehört habe, denn hier wartet ein kleiner Rohdiamant auf die endgültige Entdeckung und den letzten Feinschliff.
Man sollte der persönlichen Entwicklung der Hessen noch etwas Zeit geben und bisher haben sie diese auch. Nichts überstürzen, aber im Auge behalten!

Nächste Konzerte:
29 Aug 2009 Tilemannschule Limburg Limburg an der Lahn
25 Sep 2009 Kulturpalast Wiesbaden


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