Brainstorm - Memorial Roots
01. Forsake What I Believe 02. Shiver
03. The Conjunction Of 7 Planets
04. Cross The Line
05. Nailed Down Dreams
06. Blood Still Stains
07. Ahimsa
08. The Final Stages Of Decay
09. Victim
10. When No One Cares
11. Would You
Brainstorm feiern in diesem Jahr zwanzigjähriges Bandbestehen und bescheren uns ein neues Power-Metal Werk. Nachdem es zum etwas keyboardlastigeren Vorgänger ‚Downburst' mehr als nur geteilte Meinungen gab, erweckt Album Nummer acht ‚Memorial Roots' rein namentlich im Vorhinein ein wenig den Anschein, die Schwaben wollen zurück zu ihren Wurzeln.
Die Keyboards wurden etwas zurück gefahren und der Sound kommt insgesamt trockener und härter herüber. Okay, "Forsake What I Believed" ist ein etwas gewöhnungsbedürftiger Opener. Kauze im Hintergrund sind zwar ziemlich merkwürdig, führen einen aber gut in die düstere Grundstimmung ein. Trotz der basischen Riffs und modernen Vocaleffekte schleppt sich der Song im Mid-Tempo ein wenig dahin. Etwas flotter wird es mit ‚Shiver'. Durch die schneidenden Riffs und den eingängigen Refrain wirkt das Stück stimmiger.
Ansonsten findet man auf ‚Memorial Roots' soliden Power-Metal, der mit gewohnt grandiosen melodischen Gitarren- und Gesangslinien einen modernen Touch hat. Ein gutes Beispiel dafür ist ‚The Final Stages Of Decay'. Kraftvoll wie einfühlsam und mit einer eindrucksvollen Melodie-Intensität schafft der Track es seinen Spannungsbogen über sechs Minuten zu halten.
Ich habe das Gefühl, dass die Songs durch die aufwändigeren Arrangements die Möglichkeit haben mehr Tiefe und mehr Gefühl zu entwickeln. Das Gitarrenduo Ihlenfeld/Loncaric verbindet unbändige Energie mit ausgefeilten Melodien und Sänger Andy B. Franck unterstreicht dies mit dynamischen Vocallines.
Mit ‚Cross The Line' und 'Blood Still Stains' gibt es auch Up-Tempo Songs mit Mitsing-Refrain. Über Abwechslung kann man sich bei der Scheibe nicht beklagen. Was natürlich keinen hindern wird eben dieses zu tun und so wird auch dieses Album der heimischen Power Metal Band wieder die finden, die es mögen und andere die es eben nicht tun. ‚Memorial Roots' ist etwas eher an die alten Wege von Brainstorm angepasst, verzichtet aber nicht auf moderne Einflüsse, wenn auch oft auf Kosten des Speeds. .
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