Bloodpit - Off the Hook
1. Play your Role2. Rotten to the Core
3. Blue in the Face
4. Born a Whore
5. Leave me Dead
6. Only your Name
7. Wise Men Don't Cry
8. Hurts like Hell
9. Off the Hooks
10. One Life
11. Balls
12. I Remember
Bevor ich zum Inhalt komme, muss ich einige Worte zur Verpackung verlieren. Booklet und Lyrics sind es unbedingt wert, betrachtet und gelesen zu werden. Auch wenn es das eine oder andere Mal nicht ganz einfach erscheint, durch die Streichungen durchzusehen. Aber die (mögliche) Reproduktion der handgeschriebenen Originaltexte versprühen einen ganz eigenen - überaus interessanten - Charme.
Widmen wir uns nun also dem Inhalt:
Das Intro von "Play your Role" ist dominiert von der Leadguitar und die Macht beider Gitarren zieht sich durch das gesamte Stück, welches Freiräume für mehrere Soli lässt, denen ich genauso gerne lausche wie den Gesangsparty.
"Rotten to the Core" ist Bloodpit-Kennern mittlerweile ein vertrauter Song, wird er doch schon länger live gespielt. Von der Bühne vorgetragen, konnte ich mich jedoch nie wirklich mit dem Song anfreunden. Von der CD kann ich allerdings nicht genug von ihm bekommen. Aber immer nur einen Song hören geht auf Dauer auch nicht und es warten noch weitere 10 Stücke darauf gehört zu werden.
"Blue in the Face" hat hoffnungslos schöne, melancholische Lyrics und eine dermaßen eingängige Melodie, dass man gleich beim ersten Hören beginnt mitzusingen. Noch ein Song, der nicht aufhören müsste!
Der nächste absolute Kracher ist "Born a Whore". Bloodpit typisch ein sehr gitarrenbetonter Beginn und ein unverkennbarer Stil von Drummer Alarik. Auch Bassist Alexi kommt mit einem Solo auf seine Kosten. Und ein Refrain, der einen einfach vom Hocker reißt. Das Mitsingen wird schon mehr zum Mitgrölen, es ist einfach zu geil!
Beim vierten Lied habe ich bereits das Gefühl, mir könnten bei dieser CD die Superlative ausgehen. Ich bin bisher absolut begeistert und es macht wahnsinnigen Spaß, die Stücke zu hören. Verglichen mit dem Debut Album Mental Circus, in dass ich mich lange einhören musste, gefällt mir der Nachfolger von Beginn an. Der Stil ist ausgereifter und bleibt sich selbst treuer.
"Leave me Dead" ist das härteste Stück auf der CD, dennoch unverkennbar Bloodpit.
"Only your Name" beginnt wieder härter und rundet durch sanfte Melodien im Refrain ab, auf die wieder härtere Teile folgen. Noch so ein toller Song, für den ich keinen weiteren Superlativ finde.
Die erste Singleauskopplung "Wise Men Don't Cry" ist auch bereits von den Live Shows bekannt. Die CD Version ist so geil, dass ich heulen könnte - aber nur still und leise vor mich hin!
"Hurts like Hell" findet zurück zu den ruhigeren Tönen, ist ein gemütlicher und bietet eine Verschnaufpause. Aber ruhiger soll keineswegs schlechter bedeuten.
Mit tiefen Gitarrenklängen einsetzenden Drums und später der zweiten Gitarre beginnt "Off the Hooks".
Nach einem klassisch gitarrenbetonten Gitarrenintro beginnen die sanften Töne von "One Life", die vom schnelleren, aber sehr melodischen Refrains abgewechselt werden und den Song die verschiedensten Stile in sich vereinen lässt, um in einem fast hymnenartigen Ende zu gipfeln.
"Balls" ist wie zwei Songs in einem. Mitten drin hört es auf und geht weiter, dass man anfangs denkt, man wäre beim nächsten Track angekommen und erst einige Sekunden hören muss und zu merken, dass man noch beim gleichen Lied ist.
Im Gegensatz zu allen anderen Bloodpit Songs beginnt "I Remember" mit Lyrics. Ein ganz anderer Song als alle anderen auf diesem Album. Matthaus Stimme hört sich im Refrain teilweise so an, als hätte er sich etwas eingeklemmt. Ganz neue Töne und noch ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Discosound mit viel Gitarre, einem an Slash erinnernden Solo und vielen Tempowechseln. Innovativ und eingängig!
Beim Hören würde ich am liebsten einfach die Augen schließen, mich zurücklehnen und lauter drehen! Entspannt abfeiern!
Wenn ich vorher kein Bloodpit Fan war, dann bin ich jetzt einer! Diese CD übertrifft definitiv alle meine Erwartungen!
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