Blinded Rain - Destination Unknown


1. Sandcastle Star
2. Not Your Hero
3. In The Black Veil Of Twilight
4. Last Dance Till The Dawn
5. Fragile
6. Queen Of Silence
7. The Only Truth
8. Insane
9. Romance In The Cruelty
10. Goodbye The Dreamer

Mit "Destination Unknown" präsentieren uns Blinded Rain bereits ihr zweites Studioalbum. Aufgenommen und gemischt wurden die dunklen HardRockMetal Klänge in den Sundicoop Studios in Savonlinna, Finnland von Tuomo Valtonen zwischen 2006 und 2008. Gemastert wurde in den Finnvox Studios von keinem geringeren als Mika Jussila.
Selbst bezeichnen Blinded Rain ihren Stil als Gothic / Rock / Metal und schon beim Opener wird klar, dass sich diese Band nicht so einfach in eine Schublade stecken lassen will. Der Sound der Gitarre erinnert anfangs an eine Mischung aus Sonata Arctica und Children of Bodom, die Keyboardlines hingegen könnten auch in "Tanz der Vampire" passen und dies wird untermalt von Kaides tiefer, sauberer Stimme. Bei "Not your Hero" und "Romance In The Cruelty" erhält er weibliche Unterstützung von Kaisa Saari (Tarujen Saari).
Die Erinnerung an eine vor dem Bühnenbild des eben erwähnten Musicals spielende Band bewahrt sich mir eine Weile, nur dass Blinded Rain für ein Massen anziehendes Musical zu harte Töne aus ihren Instrumenten zaubern. Mitunter werden die Songs ruhiger und mehr Gothic als Metal, wobei sich das dunkle Gewand über das gesamte Album erstreckt. Dennoch erzählen die Lyrics Geschichten, die jeder Hörer auf seine Art interpretieren könnte.

Als Besonderheit an "Destination Unknown" versprach Kaide mir in unserem Interview, dass ich bekannte Elemente finden würde, es sich aber am Ende mit nichts gleich anhören oder sich mit anderem vergleichen lassen würde, sondern es Blinded Rain sein wird. Ebenso wurde in unserer Unterhaltung deutlich, dass er gerne einmal mit Tuomas Holopainen zusammen arbeiten würde. Und Tuomas hätte sicherlich seine wahre Freude daran, Kaides Keyboardläufe zu übernehmen.

Alles in allem ist "Destination Unknown" tatsächlich ein sehr facettenreiches Album und um alle Feinheiten greifen zu können, wird man es sicher viele Male hören müssen. Genau dies macht ein gutes Album aus, denn damit verspricht es, nicht langweilig zu werden.

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