Artas - The Healing


1. Barbossa
2. Bastardo
3. Fick das Fett
4. The Healing
5. Kontrol
6. Rhågenfels
7. Through Dark Gates
8. Blut
9. Gangsta's Paradise
10. The Butcher's Guilt
11. From Dirt We'll Rise
12. A Song Of Ice And Fire
13. I Am Your Judgement Day


Die Wiener Band Artas gründete sich 2006 unter dem Namen "Staub und Schatten". Die Teilnahme am Metalcamp-Wettbewerb brachte ihnen den Sieg beim Metalcamp Festival und somit einen Plattenvertrag mit Napalm Records. Sie benannten sich in Artas um und begaben sich zur Aufnahme ihres Debutalbums "The Healing" (Produziert von Jacob Hansen) ins Studio.

Auf ihrer zweieinhalbwöchigen Hatesphere Support Tour im April 2009 konnten sie halb Europa von ihrem Können überzeugen (lies die Review hier). Musikalisch bewegen sie sich im Bereich des Modern Thrash Metal; ein Sticker auf der CD preist sie als "Modern Metal! For fans of Heaven Shall Burn & Caliban" an.
Obimahan (Shouts) und Hannes (Clean) singen in Deutsch, Englisch und Spanisch, mitunter auch gemischt in einem Song. Bisweilen sollte man die Texte der einzelnen Stücke nicht ganz so ernst nehmen, dafür versprühen sie aber Partystimmung und laden zum Mitfeiern und Mitmoshen ein.
Zu Bemängeln ist in den englischen Textteilen ein starker österreichischer / deutscher Akzent in der Aussprache. Außerdem merkt man in Teilen dem Gesang von Hannes sein zartes Alter an, kommt er gelegentlich etwas schwach daher. Hier gibt es Ausbaupotenzial - bei den Liveauftritten kam seine Stimme durchaus kräftiger herüber.
Insgesamt preschen Artas auf ihrem Silberling mächtig nach Vorne, ohne dabei das Rad neu zu erfinden. Dies ist auch nicht nötig, viele Bands versuchen noch härter, noch aggressiver und kantiger daher zu kommen, ohne Rücksicht auf Verluste. Natürlich bieten die Österreicher keinen Kuschelrock, vorm Start weg wird ordentlich geballert, fette Doublebass-Passagen gepaart mit präzisen Riffs und haufenweise Anreize den Nacken ordentlich zu trainieren. Das ist das Grundrezept dieses Modern Metal Menüs.
Erwähnenswert wäre da noch "Through Dark Gates", der ein deutliches Grunge-Gerüst durchscheinen lässt.
Auch nicht zu verachten ist das Coolio Cover "Gangsta's Paradise". Man stelle sich den Rapsong in einer Metalversion vor. Schwer vorzustellen, das stimmt, und somit umso beeindruckender in der Umsetzung und absolut mitreißend - in meinen Augen um Längen besser als das Original.


Fazit:
Nicht nur durch den Sprachmix haben Artas eine abwechslungsreiche und eigene Sparte im Metalbereich gefunden und gefüllt. Wir werden von dieser Band noch etwas hören - und solange sollte man einfach mal die Repeattaste des heimischen CDplayers betätigen.

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