Artas - Riotology
1. A Journey Begins 2. Fortress Of No Hope
3. The Day The Books Will Burn Again
4. The Suffering Of John Doe
5. Rassenhass
6. O5
7. No Pasarán
8. The Grin Behind The Mirror
9. Gipfelstürmer
10. Le Saboteur
11. Mediafada
12. O5
13. Ashes Of Failure
14. Between Poets And Murderers
15. A Martyr's Dawn
16. Surrounded By Darkness We Are Able To See The Stars
Wie aus dem österreichischen Nichts tauchten Artas aus dem Kellerproberaum auf und hatten einen weltweiten Vertrag bei dem renommierten Metallabel Napalm Records in der Tasche. 2008 folgte ihr Debut The Healing auf dem Fuß und gab einen ersten Eindruck des Könnens der jungen Combo.
Mit Riotology wagen die Wiener sich an ein Konzeptalbum aus dem Bereich Widerstand und Recht auf Freiheit. Mit ihrem zweiten Silberling bleiben sie dabei jedoch ihrem eingeschlagenen Weg treu. Wieder sind die Texte mehrsprachig, zu Englisch, Deutsch und Spanisch haben sie nun auch Französiche Parts erschlossen. Sie spielen frei heraus und sind dabei absolut kompromisslos - musikalisch wie auch lyrisch. Wenn es vor zwei Jahren noch stimmliche Schwächen zu bemängeln gab, dann hat sich dieses Problem nun eindeutig verwachsen. Shouter Obi donnert drauf los, was die Stimmbänder hergeben, Hannes Stimme ist kraftvoll und hat einiges an Flexibilität hinzu gewonnen.
Riotology's Intro "A Journey Begins" ist wie die Ruhe vor dem Sturm, mit sanften, langsam lauter werdenden Klängen wird der Hörer auf die Reise geschickt, bevor "Fortress Of No Hope" zeigt, womit der Hörer es tatsächlich zu tun bekommen wird.
Einerseits könnten die Riffs von Hannes und Sahid (Gitarre) sowie Radek (Bass) kaum aggressiver sein und ein Unwetter kein heftigeres Gewitter hervorbringen als Chris mit der Doublebass, andererseits überzeugen Artas mit melodischen Parts, bei denen die Nackenmuskulatur kurze Verschnaufpausen einlegen kann, dass man sich beispielsweise bei "O5" (Track 6) fragt, ob man noch den gleichen Album lauscht wie den Tracks zuvor. Dieser Song wäre sicherlich den Versuch einer Akustikversion wert, aber das wäre wohl nicht sehr Metal. Dennoch wunder schön.
Und schon donnert es mit "No Pasarán" wieder los - in Spanisch, bevor der Song klassisch ausläuft. Hinsetzten lohnt sich hier aber nicht.
Insgesamt werden nicht viele Verschnaufpause geboten, aber wer Metal hören will, bekommt genau dies geboten und verlangt auch gar nicht nach etwas anderem. Sechzehn Songs können verdammt schnell vorbei sein, aber man kann eine CD auch zwei- oder mehrmals hören!
Artas machen mit Riotology ihre Intention klar: sie wollen der Welt zeigen was es bedeutet, wenn Artas die schwarze Flagge schwenken. Mit den Schlachthymnen von Riotology werden sie sicher neue Mitstreiter für ihre Rebellion finden.
Fazit: Kaufen! Und Augen nach Konzertterminen in eurer Nähe offen halten!
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9 / 10